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Wirtschaftsinformatik

From Lünepedia

Wirtschaftsinformatik
Abschluss B. Sc.
Regelstudienzeit 6 Semester (3 Jahre)
Studienplätze 72
Sprache Deutsch
Verantwortliche*r Burkhardt Funk[1]
Studentische Vertretung FGV Wirtschaftsinformatik
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
FSA Ansicht/Download
Website Auf leuphana.de



Wirtschaftsinformatik ist ein Major im Leuphana Bachelor an der Fakultät Wirtschaftswissenschaften der Leuphana Universität Lüneburg.[2] Das Programm wird wie alle Bachelorstudiengänge vom College angeboten. Die Studierenden werden durch die FGV Wirtschaftsinformatik vertreten.


Die Wirtschaftsinformatik ist die Wissenschaft, die sich mit der Beschreibung, Erklärung, Prognose und Gestaltung rechnergestützter Informationssysteme und deren Einsatz in Wirtschaft, Verwaltung und zunehmend dem unmittelbaren privaten Lebensumfeld befasst. Sie versteht sich als eigenständiges interdisziplinäres Fach im Wesentlichen zwischen Betriebswirtschaftslehre und Informatik.

Minor-Kombinationsmöglichkeiten[edit | edit source]

Der Major Wirtschaftsinformatik kann mit folgenden Minor-Programmen kombiniert werden:


Geschichte[edit | edit source]

Wissenspyramide.svg

Die Lehre der Wirtschaftsinformatik ist historisch gesehen auf Forschungen mit den Bezeichnungen Elektrische Datenverarbeitung, Betriebliche / Betriebswirtschaftliche Datenverarbeitung oder auch Betriebsinformatik zurückzuführen. Im Internationalen und speziell im englischen Raum wird die Wirtschaftsinformatik als Information Systems (IS) bezeichnet. Grundsätzlich galten diese beiden Wissenschaften als Schwesterdisziplinen. Im Vergleich zur Wirtschaftsinformatik, die sich hauptsächlich mit Datenverarbeitung beschäftigte, fokussierte sich Information Systems auf Verhaltensorientierte Aspekte, wie beispielsweise die Nutzung und Akzeptanz von Informationssystemen in Unternehmen. Mit Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt sich, dass die Unterschiede zwischen diesen Disziplinen weitgehend verschwunden sind. Die moderne Wirtschaftsinformatik beschäftigt sich sowohl mit der Einbettung von Informationssystemen im wirtschaftlichen Kontext als auch mit der Verarbeitung der Daten in Unternehmen mit solchen Informationssystemen.

Die Ursprünge der Wirtschaftsinformatik reichen zurück bis zur ersten Integration von Lehrveranstaltungen zum Thema Elektronische Datenverarbeitung (EDV) in das Studium der Betriebswirtschaftslehre, Mitte der 1950er Jahre.[3] Zu den ersten Universitäten, die diesen Schritt in die Tat umsetzten, gehörten u.a. die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin und die Universität zu Köln. Das Fundament für die Entwicklung der Wirtschaftsinformatik zu einer eigenständigen wissenschaftlichen Disziplin, wurde durch die Publikation des ersten wissenschaftlichen Werkes mit dem Namen „Betriebswirtschaftliche Grundlagen der automatisierten Datenverarbeitung“ als Monografie von Bernhard Hartmann im Jahre 1961 gelegt. In den kommenden Jahren entstanden weitere Institutionen, die die Weiterentwicklung der Wirtschaftsinformatik vorantrieben.

Anschließend wurde ab dem Jahr 1974 der Studiengang Wirtschaftsinformatik erstmals sowohl an den Universitäten TU Darmstadt, Johannes-Kepler-Universität Linz und TU Wien als auch an der Fachhochschule Furtwangen angeboten.[4] Nach Gründung der Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik, veröffentlichte die Gesellschaft für Informatik vom Fachbereich Wirtschaftsinformatik die erarbeiteten Rahmenempfehlungen für Bachelor- und Master-Studiengänge der Wirtschaftsinformatik an Universitäten im Jahre 2005. Diese Rahmenempfehlungen wurden in Bezug auf die Universitätsausbildung in Wirtschaftsinformatik im Jahre 2007 von der Gesellschaft für Informatik bestätigt.

Studienverlauf[edit | edit source]

6. WI Projekt 2 Bachelor-Arbeit Komplementär Komplementär
5. WI Seminar WI Projekt 1 Forschungsmethoden Minor Minor Komplementär
4. WI Vertiefung Projekt Softwareentwicklung Einführung KI Minor Minor Komplementär
3. Betriebliche Standardsoftware Methodik der Anwendungsentwicklung Business Analytics Mathe 2: Analysis und Statistik Minor Komplementär
2. Geschäftsprozessmanagement Softwaretechnik Datenbanken Mathe 1: Algebraische Strukturen und diskrete Mathematik Minor Komplementär
1. Leuphana Semester



Das Studium der Wirtschaftsinformatik an der Leuphana Universität startet wie auch bei jedem anderen Studiengang, mit dem sogenannten Leuphana Semester. Das besondere beim Leuphana Semester ist, dass sich Studierende besonders mit der Wissenschaft im Allgemeinen und ihren Eigenheiten vertieft beschäftigen. Die Studierenden erarbeiten sich die Grundlagen eines wissenschaftlichen Studiums, dabei formen sie Beobachtungen zu Thesen um, lernen methodisch Daten zu erheben und diese zugleich kategorisch einzuordnen. Neben diesen drei fachübergreifenden Modulen des Leuphana Semesters erhalten Studierende in zwei fachspezifischen Modulen eine inhaltliche und methodische Einführung in das Hauptfach ihres Major Studiengangs. Im Studienverlauf der Wirtschaftsinformatik handelt es sich bei den fachspezifischen Modulen einmal um die Einführung in die Wirtschaftsinformatik und zum zweiten um die Einführung in die Programmierung. Ab dem zweiten Semester wird das Studium deutlich fachspezifischer. Neben einem Major Studiengang hat man bei der Leuphana Universität die Möglichkeit sich ein Minor Studiengang auszusuchen. Somit bietet die Leuphana Universität die Möglichkeit zur Spezifikation des eigenen Studiums. Im Falle eines Studiums der Wirtschaftsinformatik, ist es notwendig den Minor der Betriebswirtschaftslehre auszuwählen, denn nur so entspricht das Studium an der Leuphana Universität dem klassischen Wirtschaftsinformatik Studium, wodurch man die nötigen Grundlagen erwirbt, um nach dem Studium die Möglichkeit zu besitzen, sich für Masterstudiengänge an anderen Universitäten zu bewerben, die ein abgeschlossenes Bachelorstudium der Wirtschaftsinformatik voraussetzen.

Ab dem zweiten Semester wird das Komplementärstudium in den Studienverlauf integriert. Fortan ist es Teil des Studiums neben den fachspezifischen Modulen des Majors und des Minors ebenfalls ein Komplementär Modul pro Semester zu wählen. Ausgenommen davon ist planmäßig das sechste Semester, denn da sollen zwei Komplementär Module gewählt werden, um die nötigen Kreditpoints zu erreichen und das Bachelorstudium erfolgreich abzuschließen.

Teil des Major Studiengangs im Fach Wirtschaftsinformatik sind neben Theorie- und Methodenorientierten Modulen zur Mathematik, zu Betriebswirtschaftlichen Prozessen und Unternehmensinternen Bereichen der Unternehmensführung auch weitere Module, die in die Disziplin der Informatik fallen. Dazu gehören umfassende Grundlagen zu Datenbanken, betrieblicher Software zur Koordinierung und Unterstützung bei der Lösung von Betriebsentscheidungen und der große Schwerpunkt der praktischen Softwareentwicklung.

Arbeitsmarkt[edit | edit source]

Aufgrund des Wissens aus verschiedenen Bereichen, genießen Wirtschaftsinformatiker besonders in Unternehmen, die der digitalen Transformation direkt ausgesetzt sind, eine große Beliebtheit. Im aktuellen Zeitalter der Digitalisierung haben es Wirtschaftsinformatiker nicht schwer einen Arbeitsplatz zu finden. Zusätzlich können Studierende ihren Wert mithilfe von praktischen Erfahrungen aus Praktika, Werkstudentenjobs und ähnliches steigern und sich somit eine gute Ausgangslage erschaffen.[5]

Tätigkeitsfelder für Wirtschaftsinformatiker:

  • Organisation / Systemanalyse
  • Programmierung / Softwareentwicklung
  • Beratung
  • Vertrieb

Mögliche Positionen im Bereich der Organisation / Systemanalyse sind u.a. Systemanalytiker*in, IT-Projektleiter*in, ERP-Systembetreuer*in und Informationsmanager*in. In diesem Bereich liegt der Schwerpunkt neben der Analyse und Evaluation von Softwareanwendungen auf das Management von IT-Projekten und das Verbessern bestehender Prozesse.

Positionen im Bereich der Programmierung / Softwareentwicklung sind u. a. IT-Entwickler*in, Programmierer*in, Systemprogrammierer*in, Organisationsprogrammierer*in, ERP-Anwendungsentwickler*in und Softwareentwickler*in. In dem Bereich der Programmierung und Softwareentwicklung liegt der Fokus auf Tätigkeiten, die sich mit der Entwicklung und Umsetzung von Software im wirtschaftlichen Kontext beschäftigen, mit dem Ziel, mithilfe dieser Software typische Funktionen in Unternehmen zu unterstützen.

Mögliche Tätigkeiten im Bereich der Beratung sind u. a. IT-Berater*in, ERP-Berater*in und Anwendungsberater*in. Der Aufgabe von Beratern ist es Unternehmen in allen Phasen der IT-Einführung und Pflege zu unterstützen und zu beraten. Dazu gehört die in Kenntnis Setzung der Unternehmer über ihre Möglichkeiten und die Realisierung jener.

Tätigkeiten im Bereich des Vertriebs sind u. a. IT-Kundenbetreuer*in und IT-Vertriebsbeauftragte*r. Im Bereich des Vertriebs beschäftigt man sich mit der Auswahl der passenden IT und der künftigen Wartung dieser. Dabei konzentriert man sich auf Überwachung und Problemlösung bei entstandenen Fehlern.

Qualitätszirkel[edit | edit source]

Weblinks[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]