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Kurpark

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Der 1907 eröffnete Kurpark[1] bietet seinen Besucherinnen und Besuchern viele Grünflächen, Bäume, Pflanzen, Freizeitmöglichkeiten und Platz zum Entspannen. Junge und ältere Menschen nutzen den Park. Familien kommen zum Spielen, Jugendliche zum „Chillen“ und Ältere zum Entspannen. Viele nutzen den Park, um Sport zu treiben, gehen Joggen, machen Fitness und auch Gruppen treffen sich im Sommer für verschiedene Kurse.

Lage[edit | edit source]

Alte Bahnstrecke Lüneburg-Soltau, Graben als Abgrenzung des Kurparks

Uelzener Straße 45, 21335 Lüneburg

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Der Kurpark befindet sich südlich der Altstadt und nördlich der Leuphana Universität. Er ist in zwei Bereiche unterteilt. Der Hauptbereich (Nord) ist eingezäunt und wird intensiv gepflegt, der südliche Bereich besteht aus einer Hundewiese und einem Wäldchen.

Der Park wird im Norden von der SaLü Salztherme, welche derzeit renoviert wird (Stand 2020/21) und dem Seminaris Hotel abgegrenzt. Im Westen befindet sich die Uelzener Straße und der Stadtteil Rotes Feld, im Osten die Soltauer Straße, Zentralfriedhof. Im Süden wird der Park von einem Graben, indem die alte Bahnstrecke Lüneburg-Soltau verläuft, abgegrenzt. Die Leuphana Universität befindet sich etwa drei Minuten zu Fuß vom Park entfernt, weswegen häufig viele Studenten im Park anzutreffen sind.

Englischer Garten[edit | edit source]

Zaun als Abtrennung der zwei Bereiche

Insgesamt ist der Park 23 Hektar groß und wurde 1907 eröffnet. Er wurde nach einem englischen Landschaftsmuster von Philipp Siesmayer und dem Unternehmen „Gebrüder Siesmayer“ angelegt. Es gibt keine typische Abgrenzung durch Gräben, außer am südlichsten Ende, sondern durch kleine Zäune, dies ist begründet durch die Abgrenzung zu den Privatgrundstücken und den Straßen, die den Park umgeben. Der Nord- und Südbereich werden durch einen Zaun voneinander abgegrenzt. Die Wege, Grünflächen, der Teich und die Beete sind nicht sonderlich strickt geometrisch gegliedert, wie es bei den vorher beliebten Barockgärten üblich war, die vom Englischen Garten abgelöst wurden. Ebenfalls typisch ist, dass es nicht viele Zierpflanzen gibt, dafür jedoch umso mehr Bäume. Diese bieten Sichtschutz zu den Straßen und Privathäusern, die unmittelbar an den Park grenzen. Im Norden soll die Pflanzung der Bäume das Gefühl von Weitläufigkeit vermitteln, was ein weiteres Merkmal der Englischen Gärten ist. Im Südbereich sammeln sich die Bäume auf einem Bereich an und bilden einen kleinen Wald. Der Teich im Nordbereich ist so angelegt, dass die Uferlinien rundlich sind und es eine kleine bepflanzte Insel gibt, die so natürlicher wirken soll.[2]


Kur[edit | edit source]

Der Salinen-Direktor Bergrat Otto Sachse, der für die Saline um 1900 verantwortlich war, sorgte dafür, dass die Stadt 15 Hektar Land zur Verfügung stellte. Auf diesem Land ließ er 1907 den Kurpark eröffnen und 1910 folgte die Errichtung des Gradierwerks. Kuren war am Anfang des 19. Jahrhunderts sehr beliebt, es wurden neue Parks, Badestellen und Kurhäuser errichtet. 1976 wurde Lüneburg dank der Sole-Moorheilbäder sowie des Gradierwerks der Titel Luftkurort verliehen. Weil -unter anderen wegen des Titels- mehr Leute auch mit dem Auto kamen und der Park sich zwischen zwei Hauptverkehrsstraßen befindet, stiegen die Abgaswerte an, was zur Aberkennung des Titels führte.[2]

Badehaus SaLü[edit | edit source]

Für eine Kur sind Bademöglichkeiten wichtig, schon 1820 gab es ein Badehaus in Lüneburg. Bei Eröffnung des Kurparks wurde ein neues Badehaus im neubarocken Stil von dem Architekten Wilhelm Matthies aus Bardowick eröffnet. Dieses löste das alte Badehaus ab und bietet Sole und Moorbäder an. Es stand an der Stelle im Nordbereich, an dem sich heute das Kurzentrum befindet. Das Gebäude hatte drei rückwärtige Flügel und die Eingangshalle befand sich unter einer Kuppel. 1971 wurde das Badehaus von der Stadt abgerissen.[3] 1973 wurde ein neues Badehaus errichtet, welches weiterhin Sole-Moorbäder sowie weitere Wellnessangebote anbietet. Zudem wurde ein neues Hotel nebenan gebaut.  Das Reha-Zentrum-Lüneburg befindet sich seit 2005 mit in dem Gebäude des Badehaus SaLü und somit im Norden des Kurparks. Dort wird eine ambulante Rehabilitation angeboten.[2]

Kurhaus[edit | edit source]

1907 wurde nicht nur ein neues Badehaus errichtet, sondern auch ein Kurhaus, dieses befand sich südlich der Wandelhalle. Der Architekt war Franz Krüger, der auch für den Wasserturm und zum Beispiel das Logenhaus verantwortlich ist. Das Kurhaus hat er im Jugendstil errichtet. Das Haus wurde unter anderen für Bälle oder Tanzstunden genutzt. 1974 wurde es jedoch wegen zu geringer Einnahmen abgerissen.[4]

Gradierwerk mit Sitzmöglichkeiten

Gradierwerk[edit | edit source]

Das Gradierwerk wird in Lüneburg seit 1907 ausschließlich für Erholung durch Salzluft genutzt.[5] Es gibt viele Sitzmöglichkeiten die von Jung und Alt genutzt werden, um in Ruhe die Salzluft einzuatmen.



Nordbereich[edit | edit source]

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Der Nordbereich ist eingezäunt auch zum Südbereich hin, er wird deutlich mehr bewirtschaftet. Ende 2020 wurden die Lampen durch neue ersetzt, die heller werden, wenn man näher an sie herangeht. Sitzmöglichkeiten gibt es einige, auch Mülleimer gibt es ausreichend, die täglich geleert werden. Das schon erwähnte Badehaus SaLü mit dem Kurzentrum sowie das Hotel Seminaris und das Gradierwerk befinden sich im Nordbereich.

Benutzungsordnung[edit | edit source]

Benutzungsordnung

Für den Bereich gelten bestimmte Benutzungsregeln der Stadt Lüneburg, die auf Schildern vermittelt werden. Die wichtigste ist, dass man sich so verhalten soll, dass niemand anderes gefährdet oder geschädigt wird, auch sollen keine Belästigung stattfinden.

Die Nutzung des Bereichs ist von März bis September täglich von 6 Uhr bis 23 Uhr angedacht, im Winter von Oktober bis Februar von 6 Uhr bis 22 Uhr.

Die Hauptregeln sind:

  • Übernachten/Zelten ist verboten
  • kein Feuer/Grillen auf nicht vorgegebenen Flächen
  • Fahrradfahren verboten
  • Kein Alkoholverzehr außerhalb des Bereiches der Konzertmuschel
  • kein Gewerbe anbieten
  • Hunde sind an der Leine zuführen

Es kann ein Bußgeld von bis zu 5.000 € verhängt werden, wenn man die Regeln nicht einhält. [6]

Wandelhalle[edit | edit source]

Ladebank und Wandelhalle im Hintergrund

Eine Wandelhalle ist eine Halle beziehungsweise Vorraum von zum Beispiel Kurhäusern. Es gibt zwar das Kurhaus nicht mehr, aber die Wandelhalle gibt es noch. Sie  bietet einen guten Schutz bei schlechtem Wetter oder vor der Sonne. Auf dem kleinen Platz zwischen der Wandelhalle und der Konzertmuschel wird Boccia gespielt, getanzt oder einfach nur entspannt. Es gibt eine besondere Ladebank von der Firma „ibench“  die Solarzellen besitzt und so Strom produziert. Dieser Strom kann genutzt werden, um durch USB Buchse Smartphones aufzuladen.

Café / Kiosk[edit | edit source]

In der Wandelhalle befindet sich auch ein kleines Café sowie ein Kiosk, die Getränke, Snacks, Kuchen und im Sommer Eis anbieten. Laut den Benutzerordnungen ist der Verzehr von Alkohol im Park verboten. Am Kiosk/ Café erworbene alkoholhaltige Getränke dürfen aber im Bereich der Wanderhalle und der Konzertmuschel konsumiert werden.

Konzertmuschel[edit | edit source]

Gegenüber der Wandelhalle steht die Konzertmuschel. Dort finden kleinere Konzerte und weitere Veranstaltung statt. Diese wurden während der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Es gibt auch kostenpflichtige Veranstaltungen, dann werden auch Sitzplätze zur Verfügung gestellt.

WC[edit | edit source]

Hinter der Wandelhalle befindet sich ein WC welches tagsüber geöffnet ist.

Spielplatz[edit | edit source]

Es gibt einen Spielplatz für Kinder mit Klettergerüst, Wasserspielstation, Sandkasten und ein kleines Karussell. Der Spielplatz ist nur für Kinder ab drei Jahren angedacht und darf bis zum Einbruch der Dunkelheit genutzt werden. Hunde, Fußballspielen, Fahrrad fahren und Helm tragen ist auf dem Spielplatz nicht gestattet.[7]

Fitnessgeräte[edit | edit source]

Zu diesen gehören eine Reckstange, Liegestützegerät, Schultertrainer und ein Rücken/Armtrainer. Neben den Fitnessgeräten sind noch zwei Schaukeln aufgestellt.

Kräutergarten[edit | edit source]

Der Kräutergarten ist in einem extra abgetrennten Bereich des Nordbereichs. Der Garten ist in sieben Kategorien unterteilt, in denen bestimmte Heilpflanzen für bestimmte Heilwirkungen oder Körperregionen zuständig sind.

Es gibt Beete für:[8]

  • Nieren/Blase
  • Verdauung
  • Herz/Kreislauf
  • Stärkung
  • Beruhigung
  • Haut/Rheuma
  • Erkältung
    Informationstafel und Bienenstöcke im Hintergrund

Der Garten wurde 15 Jahre lang vom Kneipp-Verein Lüneburg gepflegt, seit 2015 macht dies die AG GmbH (Abwasser, grün & Lüneburger Service GmbH) im Auftrag der Stadt Lüneburg. Der Kneipp-Verein Lüneburg bietet (außerhalb der Coronazeit) Führungen durch den Kräutergarten an. Buchen kann man diese direkt beim Verein E-Mail: info@kneipplueneburg.de [9]

Bienenstock[edit | edit source]

Neben dem Kräutergarten befinden sich vier Bienenstöcke, diese sind eingezäunt. Der Standort der Bienenstöcke im Park ergibt Sinn, denn hier gibt es viele unterschiedliche Bäume und Pflanzen. Um den Besuchern zu verdeutlichen, wie wichtig Bienen sind, gibt es Informationstafeln, diese klären auch über den Stock und die Honiggewinnung auf.

Neben dem Kurpark gibt es weiter Bienenstöcke.

Teich[edit | edit source]

Es gibt einen kleinen Ententeich, der sich zur Grenze zum Südbereich befindet. In der Mitte des Teiches befindet sich eine kleine Insel, die von Enten und anderen kleinen Vögeln als Rückzugsort genutzt werden.

Sonstiges[edit | edit source]

  • Am Nordeingang befindet sich eine große Sonnenuhr, die Kugelförmig ist.
  • Am Osteingang befindet sich ein Wasserspiel aus acht Fontänen, die in ein Becken enden, in dem im Sommer Kinder plantschen.
  • Von Februar 2019 bis Dezember gab es ein von KlimaKollektiv gebautes Baumhaus „Corvus“. Zum Protest gegen die Kohlekommission und aus Solidarität zum Hambacher Wald.[10]

Eindrücke vom Nordbereich[edit | edit source]

Südbereich[edit | edit source]

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Blick vom Eingang im Südbereich

Dieser Bereich wird nicht so stark bewirtschaftet wie der Nordbereich, außerdem wird der Südbereich nicht von Lampen beleuchtet. Die im Nordbereich geltende Benutzungsordnung gilt nicht für den Südbereich, weil die Schilder nur am Eingang zum Nordbereich stehen. Deswegen dürfen Hunde hier frei herumlaufen, sodass die Wiesen für Hunde zum Spielen und Laufen genutzt werden. Hundetreff und Hundeschule nutzen dies. Zudem zeichnet diesen Bereich ein Wäldchen mit vielen Bäumen aus.

Minigolf[edit | edit source]

Die Minigolfanlage im Kurpark gehört zum VFL Lüneburg  und befindet sich zur Grenze zum Nordbereich. Die Anlage besteht aus 18 Löchern. Zur Anlage gehört außerdem ein kleiner Kiosk. Preise und Öffnungszeiten unter http://www.vfl-lueneburg.de/sportprogramm/grundschulkinder/minigolf.html [11]

Tennisplatz[edit | edit source]

Der Tennisplatz mit 10 Außenplätzen gehört dem THC Lüneburg und wurde 18.02.1929 gegründet. Im Landkreis Lüneburg gehört er zu den mitgliederstärksten Tennisvereinen. Der Verein ist für Jung und Alt gedacht. Sie veranstalten zu nicht Coronazeiten auch kleinere Wettkämpfe.[12] Zum Platz gehört auch das Restaurant „Platz11“ im Clubhaus, in dem man Speisen und Getränke draußen sowie drinnen verzehren kann. [13]

Wassertretbecken[edit | edit source]

Das Wassertretbecken so wie Armbad und Sitzmöglichkeiten befindet sich hinter dem Tennisplatz. Die Anlage darf nur auf eigene Gefahr benutzt werden und ist für Hunde verboten. Der Kneipp-Bund e.V. Bad Wörishofen hat  eine Tafel mit Tipps zur Benutzung aufgestellt.  Im Sommer sind die kleinen Becken mit Wasser befüllt. Die Anwendung sollte mit kaltem Wasser und nach vorherigem aktiven Erwärmen des Körpers durchgeführt werden.

Ehrenmal des Infanterie-Regiments 47, durch rote Farbe Verunstaltet

Ehrenmal[edit | edit source]

Das Denkmal soll die im Zweiten Weltkrieg getöteten Soldaten des 47. Infanterie-Regiments ehren. Auf dem Stein steht „1939-1945 Unseren Gefallenen Kameraden, R47", jedoch gibt jedoch keine Informationstafel für genauere Angaben. 2015 worden 5.500 € zu Verfügung gestellt, um die Bepflanzung zu verändern.[2] Stand 2021 ist das Ehrenmal durch rote Farbe verunstaltet.

Eindrücke vom Südbereich[edit | edit source]

Weblinks[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. https://www.lueneburg.info/kurpark
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kurpark-lueneburg/
  3. Informationstafel: Badehaus 1907-1971, Kurparkverein Lüneburg, im Kurpark
  4. Informationstafel: Kurhaus 1907-1974, Kurparkverein Lüneburg, im Kurpark
  5. Informationstafel: Gradierwerk, im Kurpark
  6. Schild: Benutzungsordnung für den Kurpark der Hansestadt Lüneburg, im Kurpark
  7. Schild: Spielplatz Kurpark, Hansestadt Lüneburg, im Kurpark
  8. Informationstafel: Der Kräutergarten im Kurpark Lüneburg, Hansestadt Lüneburg, im Kurpark
  9. https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Gesellschaft-Soziales-und-Bildung/Gesundheit-und-Sport/Kraeutergarten-im-Kurpark.aspx
  10. KlimaKollektiv
  11. http://www.vfl-lueneburg.de/sportprogramm/grundschulkinder/minigolf.html
  12. https://www.thclueneburg.de
  13. https://www.thclueneburg.de/verein/gastronomie-platz-11/