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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club

From Lünepedia

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KV Lueneburg.jpg

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (kurz ADFC) ist ein Verkehrsclub, der sich für eine Verkehrswende einsetzt. Der Kreisverband vertritt die Interessen der Lüneburger Radfahrer*innen und setzt sich dafür ein, dass Radfahren in Lüneburg und Umgebung einfacher, komfortabler und sicherer wird. Dadurch soll vielen Menschen der Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtert werden.

Der ADFC will eine Radverkehrsförderung, die mehr Menschen motiviert, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen und damit häufiger und längere Strecken zu fahren. Der Lüneburger Kreisverband wurde als Ortsverband im Juli 1989 gegründet[1] und hat aktuell ca. 700 Mitglieder.[2]

Organisationsstruktur[edit | edit source]

Der ADFC Kreisverband Lüneburg ist eine Untergliederung des ADFC Niedersachsen e. V. Mitglieder sind alle im Landkreis Lüneburg wohnenden Mitglieder des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub e. V. Der Kreisverband wird durch einen Vorstand vertreten, der aktuell[3] sieben Mitglieder hat. Dieser wird im zweijährigen Turnus gewählt.

Der Kreisverband hat Arbeitskreise für Verkehrspolitik, "Radtouren für jedermann" und Öffentlichkeitsarbeit. Er vertritt mit beratenden Mitgliedern im Ausschuss für Mobilität der Hansestadt Lüneburg[4] und im Ausschuss für Mobilität des Landkreises Lüneburg[5] sowie im Arbeitskreis Verkehr der Hansestadt Lüneburg die Interessen der Radfahrenden, macht Infostände in der Fußgängerzone und bietet geführte Radtouren an - vorwiegend im Zeitraum April bis Oktober.[6]
Zu seinen aktuellen Projekten gehört die Propagierung des mittlerweile vom Verkehrsausschuss[7] beschlossenen innerstädtischen Fahrradstraßenrings[8]. In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Lüneburg wurden Informationskampagnen bzgl. des zu Radfahrer*innen einzuhaltenden Sicherheitsabstands auch mit der Hansestadt Lüneburg durchgeführt.[9][10]
Der ADFC ist Organisator Fahrradklimatests, so auch in Lüneburg.[11]

Geschichte[edit | edit source]

Verkehrswendedemo am 03.09.2021
  • 1989 wurde der Kreisverband Lüneburg des ADFC gegründet, zehn Jahre nach Gründung des ADFC. Ebenfalls 1989 wurde durch den ADFC Lüneburg ein Radroutensystem entworfen. Es gab auch eine Fahrraddemo mit der Forderung, die Innenstadt autofrei zu machen und dem ADFC als beratendes Mitglied in den Verkehrsausschuss aufzunehmen.
  • 1990 nehmen mehr als 400 Radfahrende an einer Fahrraddemo teil. Der Verkehrsentwicklungsplan wird im selben Jahr beschlossen und steht unter dem Motto "Vorfahrt für das Fahrrad ... Es gilt: Fahrrad vor Auto."
  • 1991 gab es die Aktion "Am Sande - autofrei sofort", an der ca. 300 Radfahrende teilnahmen. Ebenfalls 1991 wird das Thema von Falschparkern auf Rad- und Fußwegen thematisiert. Der ADFC präsentiert der Stadtverwaltung das "Radroutensystem für Lüneburg". Der ADFC fordert den Bau eines Fahrradparkhauses am Bahnhof.
  • Seit 1992 entsendet der ADFC ein "beratendes Mitglied" in den Verkehrs- bzw. Mobilitätsausschuss der Hansestadt Lüneburg
  • 1997 wurde das erste Fahrradparkhaus in Lüneburg eingerichtet.
  • 1999 kritisiert der ADFC die Neupflasterung des Platzes Am Sande.
  • 2000 führt der ADFC einen "freiwillig autofreien Sonntag" durch und präsentiert ungewöhnliche Fahrradmodelle am Markt.
  • 2001 verfehlt Lüneburg den Titel der "fahrradfreundlichsten Kommune" in Niedersachsen - ebenso in den Folgejahren.
  • 2002 werden Radwege nach ADFC-Norm ausgeschildert.
  • 2003 kritisieren Die Grünen und der ADFC die 2002 erfolgte abendliche Öffnung der Neuen Sülze und der Salzstraße.
  • 2007 werden auf Initiative des ADFC Haltebügel an einigen Ampeln installiert.
  • 2009 werden Leihräder in Lüneburg eingerichtet, was vom ADFC begrüßt wird.
  • 2011 wird die Regionalkonferenz des ADFC Nordostniedersachsen in Lüneburg durchgeführt.
  • 2014 findet die Landesversammlung des ADFC Niedersachsen in Lüneburg statt.
  • 2015 begrüßt der ADFC Lüneburg die Einrichtung des Lösegrabenwegs, der als Radführung nach Norden entlang der Schießgrabenstraße dienen soll.
  • 2017 fordert der ADFC fahrradfreundlichen Straßenbelag am innerstädtischen Teil des Ilmenau-Radwegs. Ebenfalls in diesem Jahr werden kleine Geschenke an Radfahrende am Schießgrabenweg verteilt. Der ADFC fordert die Einrichtung eines Landschaftsradwegs auf der Trasse der ehemaligen Buchholzer Bahn.
  • 2018 werden vom ADFC "Denkzettel" an falsch parkende Autos verteilt. Im August wird die Umlaufsperre am Lösegrabenweg kritisiert und eine Verlegung der hinaufführenden Rampe nach Süden gefordert, was jedoch im Verkehrsausschuss keine Mehrheit findet.
  • 2018 findet eine Fahrraddemo auf dem einzurichtenden Fahrradstraßenring statt.[1]
  • 2021 fand im September eine Demonstration für eine Verkehrswende in Lüneburg statt.
  • Am 3.6.2022 fand eine verkehrspolitische Radtour gemeinsam mit Mitgliedern von Mobilitätsausschuss und Verwaltung statt.[12]
  • 2022 hat der ADFC gemeinsam mit anderen Organisationen Aktionen in der Europäischen Mobilitätswoche organisiert und war Gründungsmitglied des Verkehrswende-Bündnisses.
  • 2022 kritisiert der ADFC die Blockadepolitik gegen die Verkehrswende von FDP und SPD.[13]
  • 2023 setzt sich der ADFC gemeinsam mit dem VCD für den Erhalt der Amselbrücke und der Sperrung dieser für den Autoverkehr ein.[14]
  • 2023 thematisiert der ADFC die neu geschaffenen "Drängelgitter" am Bahnübergang Drögenkamp, die nicht mit dem Lastenrad passierbar seien.[15]
  • 2023 setzt sich der ADFC für den Erhalt der Fuß- und Radverkehrsbrücke im Lüner-Holz ein, die im Zuge des Baus der A39 abgerissen und erst Jahre später wieder neu gebaut werden soll.[16]
  • 2023 beantragt der ADFC die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Brockwinkler Weg auf 30 km/h zu senken. Diesem Anliegen wurde im Mobilitätsausschuss nicht entsprochen, eine Umsetzung wurde bis zu einer Reform des Straßenverkehrsrechts zurückgestellt.[17]

Kontakt[edit | edit source]

ADFC Niedersachsen e. V.
Kreisverband Lüneburg
Lindenstraße 29 a
21335 Lüneburg

Weblinks[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]

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