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Liebesgrund

From Lünepedia

Landkreis Lüneburg
Fläche 49.200m²
Entstehung Um 1910
Öffnungszeiten Mo-So: 24h
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Liebesgrund in Lüneburg

Der Liebesgrund ist eine ruhige, öffentliche Parkanlage am nördlichen Rand der Lüneburger Innenstadt mit einer Fläche von etwa 49.200m². Der Park zeichnet sich vor allem durch die an den Rändern verlaufenden, einst dem Schutze der Stadt dienenden, Stadtmauern aus. Auf diesen Stadtmauern kann man heute noch spazieren und einige Spuren der Vergangenheit entdecken. Die gesamte Parkanlage entstand auf der Fläche des ehemaligen Stadtgrabens[1] und bietet heute viel Platz zum Spazieren und Entspannen, aber auch für eine Vielzahl von Events und Outdooraktivitäten. In den Wintermonaten wird der hügelige Teil des Parks von Lüneburgerinnen und Lüneburgern oftmals zum Rodeln verwendet.

Lage und Öffnungszeiten[edit | edit source]

Der Park befindet sich nördlich der Lüneburger Altstadt. Zu erreichen ist die Anlage von der Julius-Wolff-Straße, Garlopstraße, Bardowicker Str., Hinter d. Bardowicker Mauer und der Bastionstraße. Die Parkanlage und alle darin liegenden Spielplätze sind 24h geöffnet und werden regelmäßig gesäubert.

Geschichte[edit | edit source]

Der Liebesgrund entstand auf der Fläche des ehemaligen Stadtgrabens. Um die einstigen Salzbestände der Stadt Lüneburg effektiv schützen zu können wurde Ende des 13. Jahrhunderts die Stadtsicherung durch neue Türme, Mauern, Tore und Gräben verstärkt[2]. Heutzutage lässt sich ein Großteil des Stadtwalles hinter der Straße „Hinter der Bardowicker Mauer“ begehen. Hinter dem gut 400 Meter langen und 7,5 bis 14 Meter hohen Gemäuer erstreckt sich der einstige Stadtgraben sowie Wallgrund, welcher um 1910 zu der noch heute erhaltenen Grünanlage, dem Liebesgrund, umfunktioniert wurde. Der Stadtgraben wurde stets trocken gehalten, um den Salzgehalt der örtlichen Solequelle nicht zu beeinflussen[3]. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war eine Verkehrsanbindung vom Rathaus zum nördlichen Ende der Stadt geplant. Hierfür wurde um 1910 eine Brücke angefertigt welche direkt durch den Liebesgrund verlief, um vorhandene Straßen zu verbinden. Für diese neue Verkehrsanbindung wurde auch ein Teil der ehemaligen Stadtmauer durchbrochen. Die Brücke wurde nach nicht einmal 30 Jahren im Betrieb aus statischen Gründen gesperrt und abgerissen[4]. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Fläche für Obst- und Gemüseanbau genutzt um der mangelhaften Nahrungssituation entgegenzuwirken[5]. Mit einem zunehmend besser werdenden Nahrungsangebot wurden die Anbauflächen zu dem noch heute erhaltenen Park umfunktioniert.

Nutzung heutzutage[edit | edit source]

Besucher erwartet im Liebesgrund eine große, gepflegte Grünfläche mit viel Platz zum spazieren, picknicken, entspannen und spielen. In den Wintermonaten können Abschnitte sogar zum rodeln genutzt werden. Für Kinder gibt es auch einen Spielplatz und einen kleinen Balance- und Kletterparcour. Auch finden viele Zusammenkünfte und Outdoorevents im Liebesgrund statt. Interessierte können an vielen Stellen die alte Mauer aus Granit, Findlingen und Feldsteinen gut wiedererkennen[6].

Trivia[edit | edit source]

  • Es ist nicht bekannt, woher der Name „Liebesgrund“ stammt. Er ist vermutlich nach Einrichtung der Niederung als Parkanlage um das Jahr 1900 entstanden und hat sich seitdem nicht geändert. [7]
  • Über den Liebesgrund führte zwischen 1910 und 1940 eine Brücke. Diese wurde aus statischen Gründen wieder abgerissen, die Kappen sind heute allerdings noch sichtbar[8].
  • Teile des Parks lassen sich im Winter zum rodeln nutzen.

Einzelnachweise[edit | edit source]