WohnWende: Unterschied zwischen den Versionen
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'''WohnWende Lüneburg''' ist eine Initiative des [[Zukunftsrat|Zukunftsrats]], die sich für eine sozial-ökologische Wohnraumpolitik in Lüneburg einsetzt. Ziele sind dabei eine Verminderung von Leerstand und weiterer Zweckentfremdung und eine soziale Wohnraumpolitik statt neuer Wohngebiete am Stadtrand. | '''WohnWende Lüneburg''' ist eine Initiative des [[Zukunftsrat|Zukunftsrats]], die sich für eine sozial-ökologische Wohnraumpolitik in Lüneburg einsetzt. Ziele sind dabei eine Verminderung von Leerstand und weiterer Zweckentfremdung und eine soziale Wohnraumpolitik statt neuer Wohngebiete am Stadtrand. | ||
==Hintergrund== | |||
WohnWende Lüneburg thematisiert Möglichkeiten einer sozial-ökologischen Wohnraumpolitik. Dazu gehört die Aufhebung von Zweckentfremdung in Form von Leerstand und illegaler Ferienwohnungen sowie Möglichkeiten zu einer größeren Wohnflächengerechtigkeit. | |||
===Wohnungsverlust in der Lüneburger Altstadt=== | |||
6027 Personen wohnten 2019 in der Lüneburger [[Altstadt]]. Ende 2025 waren es noch 5630. Das ist ein Verlust von ca. 400 Personen in sechs Jahren. Überall leere Fenster: gemeint sind nicht die leeren Schaufenster im Erdgeschoss, sondern die nunmehr unbewohnten ehemaligen Wohnungen im Obergeschoss. Schätzungsweise über 300 Wohn-Leerstände gibt es in der Innenstadt – die meisten davon dauerhaft. Und das, obwohl sehr viele Menschen auf der Suche nach Wohnraum sind. Die Initiative WohnWende Lüneburg möchte, dass Leerstand und weitere Zweckentfremdung in Lüneburg endlich ernsthaft angegangen werden. | |||
Die Initiative sieht darin ein erhebliches Potential, Wohnungen im Bestand statt nur durch Neubau „auf der grünen Wiese“ am Stadtrand zu schaffen. Mit gleichem Personalaufwand kann durch eine andere Wohnungspolitik nicht nur die Innenstadt wieder belebt und viele Menschen mit Wohnraum versorgt werden, sondern auch verhindert werden, dass immer neue Baugebiete sich immer weiter ins Umland ausbreiten. | |||
Den Bau einer Wohnung in einem Neubaugebiet zu ermöglichen, kostet die Hansestadt Lüneburg etwa 50.000 € – Geld, mit dem man auch Personalstellen schaffen könnte, um ernsthaft gegen Wohnungsleerstand und illegale Ferienwohnungen vorzugehen. | |||
===Wohnraumteilung=== | |||
Während im Jahr 1956 noch pro Person 18,4 qm Wohnraum benötigt wurden, sind es 2024 durchschnittlich 49,2 qm. Gerade viele ältere Menschen bewohnen irgendwann ein ganzes Haus mit nur 1-2 Personen. Gleichzeitig fühlen sich viele ältere Menschen einsam. Es gibt bereits Fördermöglichkeiten und konkrete Beispiele wie in diesen Fällen wieder ein gemeinschaftlicheres Wohnen hergestellt werden kann (Beratung beim Wohnraumbüro Lüneburg). Es gibt es viele Maßnahmen in anderen Kommunen (z. B. Anreize zur Wohnraumverkleinerung bei der Münchner Wohnen oder zur Wohnraumteilung in Karlsruhe), von denen Lüneburg laut der Initiative lernen sollte. | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Aktuelle Version vom 24. April 2026, 20:59 Uhr
WohnWende Lüneburg ist eine Initiative des Zukunftsrats, die sich für eine sozial-ökologische Wohnraumpolitik in Lüneburg einsetzt. Ziele sind dabei eine Verminderung von Leerstand und weiterer Zweckentfremdung und eine soziale Wohnraumpolitik statt neuer Wohngebiete am Stadtrand.
Hintergrund
WohnWende Lüneburg thematisiert Möglichkeiten einer sozial-ökologischen Wohnraumpolitik. Dazu gehört die Aufhebung von Zweckentfremdung in Form von Leerstand und illegaler Ferienwohnungen sowie Möglichkeiten zu einer größeren Wohnflächengerechtigkeit.
Wohnungsverlust in der Lüneburger Altstadt
6027 Personen wohnten 2019 in der Lüneburger Altstadt. Ende 2025 waren es noch 5630. Das ist ein Verlust von ca. 400 Personen in sechs Jahren. Überall leere Fenster: gemeint sind nicht die leeren Schaufenster im Erdgeschoss, sondern die nunmehr unbewohnten ehemaligen Wohnungen im Obergeschoss. Schätzungsweise über 300 Wohn-Leerstände gibt es in der Innenstadt – die meisten davon dauerhaft. Und das, obwohl sehr viele Menschen auf der Suche nach Wohnraum sind. Die Initiative WohnWende Lüneburg möchte, dass Leerstand und weitere Zweckentfremdung in Lüneburg endlich ernsthaft angegangen werden. Die Initiative sieht darin ein erhebliches Potential, Wohnungen im Bestand statt nur durch Neubau „auf der grünen Wiese“ am Stadtrand zu schaffen. Mit gleichem Personalaufwand kann durch eine andere Wohnungspolitik nicht nur die Innenstadt wieder belebt und viele Menschen mit Wohnraum versorgt werden, sondern auch verhindert werden, dass immer neue Baugebiete sich immer weiter ins Umland ausbreiten. Den Bau einer Wohnung in einem Neubaugebiet zu ermöglichen, kostet die Hansestadt Lüneburg etwa 50.000 € – Geld, mit dem man auch Personalstellen schaffen könnte, um ernsthaft gegen Wohnungsleerstand und illegale Ferienwohnungen vorzugehen.
Wohnraumteilung
Während im Jahr 1956 noch pro Person 18,4 qm Wohnraum benötigt wurden, sind es 2024 durchschnittlich 49,2 qm. Gerade viele ältere Menschen bewohnen irgendwann ein ganzes Haus mit nur 1-2 Personen. Gleichzeitig fühlen sich viele ältere Menschen einsam. Es gibt bereits Fördermöglichkeiten und konkrete Beispiele wie in diesen Fällen wieder ein gemeinschaftlicheres Wohnen hergestellt werden kann (Beratung beim Wohnraumbüro Lüneburg). Es gibt es viele Maßnahmen in anderen Kommunen (z. B. Anreize zur Wohnraumverkleinerung bei der Münchner Wohnen oder zur Wohnraumteilung in Karlsruhe), von denen Lüneburg laut der Initiative lernen sollte.
Geschichte
Die Initiative gründete sich in Folge von Veranstaltungen bei der Wandelwoche 2025.
Im April 2026 thematisierte sie die Themen Leerstand und weitere Zweckentfremdung als Ursache für die Wohnungsnot in Lüneburg, vor allem in der Altstadt.[1]
Kontakt und Weblinks
- Emailadresse: kontakt@zukunftsrat-lueneburg.de
- Webseite: zukunftsrat-lueneburg.de/projekte/wohnwende-lueneburg
