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Seniorenbeirat: Unterschied zwischen den Versionen

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|title=Seniorenbeirat der Hansestadt Lüneburg
|title=Seniorenbeirat der Hansestadt Lüneburg
|description=Interessenvertretung der Senior*innen in der Hansestadt Lüneburg.}}
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Der '''Seniorenbeirat''' der Hansestadt Lüneburg ist ein alle fünf Jahre per Wahl neu besetztes Gremium zur Interessenvertretung der Senior*innen der Hansestadt Lüneburg. Er besteht seit 1978<ref name="LZ22032024">[[Landeszeitung]] (22.03.2024): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-dafuer-will-sich-der-seniorenbeirat-einsetzen-auch-ex-oberbuergermeister-maedge-gewaehlt-LIDCN42AFBA25PO2C2MOP3OAWQ.html Seniorenbeirat gewählt: Altoberbürgermeister Ulrich Mädge ist dabei]</ref>, ist ehrenamtlich, selbstständig und überparteilich. Der Seniorenbeirat wird in Planungen der Lüneburger Verwaltung mit einbezogen und ist unter anderem in mehreren Gremien vertreten.
Der '''Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg''' ('''SBR''') ist ein alle fünf Jahre per Wahl neu besetztes Gremium zur Interessenvertretung der Senior*innen der Hansestadt Lüneburg. Er besteht seit 1978<ref name="LZ22032024">[[Landeszeitung]] (22.03.2024): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-dafuer-will-sich-der-seniorenbeirat-einsetzen-auch-ex-oberbuergermeister-maedge-gewaehlt-LIDCN42AFBA25PO2C2MOP3OAWQ.html Seniorenbeirat gewählt: Altoberbürgermeister Ulrich Mädge ist dabei]</ref>, ist ehrenamtlich, selbstständig und überparteilich. Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange älterer Menschen in der Stadtgesellschaft ein, berät bei Fragen, Wünschen oder Beschwerden. Er vertritt die Anliegen der Älteren in Planungen der Lüneburger Verwaltung und ist unter anderem in mehreren Gremien vertreten. Er ist in Kontakt mit den Fraktionen und Ratsmitgliedern, der Stadtspitze und kooperiert mit den Fachbereichen der Verwaltung. Darüber hinaus arbeitet der Seniorenbeirat mit anderen Akteuren der Seniorenarbeit zusammen und fördert die Begegnung zwischen Jung und Alt.


== Gremien ==
== Gremien ==
Der Seniorenbeirat ist in mehreren Gremien als beratendes Mitglied vertreten: im [[Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt (Hansestadt Lüneburg)|Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt]], im [[Ausschuss für Mobilität (Hansestadt Lüneburg)|Ausschuss für Mobilität]] und im [[Arbeitskreis Verkehr (Hansestadt Lüneburg)|Arbeitskreis Verkehr]], im Ausschuss für Kultur und Partnerschaften.
Der Beirat ist beratendes Mitglied in den Ratsausschüssen:  
*Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt  
* Bauen und Stadtentwicklung
* Mobilität / Fahrgastbeirat / Verkehrssicherheitskommission
* Kultur und Partnerschaften
* ISEK Integriertes Stadtentwicklungskonzept
* Resiliente Innenstadt


== Zusammensetzung ==
== Zusammensetzung ==
Der Beirat für Seniorinnen und Senioren der Hansestadt Lüneburg besteht aus 5 Personen. Von 2004-2023 war Manfred Stark Vorsitzender des Beirats. Die weiteren beschließenden Mitglieder haben öfter gewechselt. Ab spätestens 2022 sind dies Elke Ermler, Manfred Faber, Klaus-Dieter Jansen und Wolfgang Peter Paul.<ref>[[Bürgerinformationssystem]]: [https://ratsinfo.stadt.lueneburg.de/bi/au020.asp?AULFDNR=33&altoption=Ausschuss&tsDD=7&tsMM=9&tsYYYY=2023&history=switch Seniorenbeirat]</ref>
Der Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg besteht aus 5 Personen. Von 2004-2023 war Manfred Stark Vorsitzender des Beirats. Die weiteren beschließenden Mitglieder haben öfter gewechselt. Ab spätestens 2022 sind dies Elke Ermler, Manfred Faber, Klaus-Dieter Jansen und Wolfgang Peter Paul.<ref>[[Bürgerinformationssystem]]: [https://ratsinfo.stadt.lueneburg.de/bi/au020.asp?AULFDNR=33&altoption=Ausschuss&tsDD=7&tsMM=9&tsYYYY=2023&history=switch Seniorenbeirat]</ref>
Seit März 2024 bestand der Seniorenbeirat aus Britta Stegmann, Dr. Claus Jahnke, Barbara Schmidt, Sibylle Bollgöhn und [[Ulrich Mädge]].<ref name="LZ22032024">[[Landeszeitung]] (22.03.2024): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-dafuer-will-sich-der-seniorenbeirat-einsetzen-auch-ex-oberbuergermeister-maedge-gewaehlt-LIDCN42AFBA25PO2C2MOP3OAWQ.html Seniorenbeirat gewählt: Altoberbürgermeister Ulrich Mädge ist dabei]</ref><ref>[[Lüne-Blog]] (22.03.2024): [https://luene-blog.de/delegierte-waehlen-lueneburgs-neuen-seniorenbeirat/ Delegierte wählen Lüneburgs neuen Seniorenbeirat]</ref> Seit Januar 2025 sind es Sibylle Bollgöhn (Vorsitzende), Barbara Schmidt (stellv. Vorsitzende), Petra Sarnes, Heyner Heyen und Ulrich Mädge.
Nach der Neuwahl im März 2024 bestand der SBR aus Britta Stegmann, Dr. Claus Jahnke, Barbara Schmidt, Sibylle Bollgöhn und [[Ulrich Mädge]]. Persönliche Gründe führten Ende 2024 zu personellen Veränderungen.  <ref name="LZ22032024">[[Landeszeitung]] (22.03.2024): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-dafuer-will-sich-der-seniorenbeirat-einsetzen-auch-ex-oberbuergermeister-maedge-gewaehlt-LIDCN42AFBA25PO2C2MOP3OAWQ.html Seniorenbeirat gewählt: Altoberbürgermeister Ulrich Mädge ist dabei]</ref><ref>[[Lüne-Blog]] (22.03.2024): [https://luene-blog.de/delegierte-waehlen-lueneburgs-neuen-seniorenbeirat/ Delegierte wählen Lüneburgs neuen Seniorenbeirat]</ref>  
 
Seit Januar 2025 arbeiten Sibylle Bollgöhn (Vorsitzende), Barbara Schmidt (stellv. Vorsitzende), Petra Sarnes, Heyner Heyen und Ulrich Mädge im SBR. Anfang März 2026 übernahm Barbara Schmidt den Vorsitz, Sibylle Bollgöhn den stellvertretenden Vorsitz.
 
== Wie wird der SBR gewählt? ==
* Lüneburgerinnen und Lüneburger über 60 Jahre können sich als Delegierte für die Wahl des Seniorenbeirats zur Wahl stellen.
* Alle über 60-jährigen wählen aus diesen Wahlvorschlägen per Briefwahl die Delegierten.
* Die 60 Personen mit den meisten Stimmen  bilden die Delegiertenversammlung.
* Aus diesem Kreis heraus stellen in der Delegiertenversammlung Personen für die Arbeit des Beirats zur Wahl. Die fünf Personen mit den meisten Stimmen bilden dann für die nächsten fünf Jahre den Beirat für Seniorinnen und Senioren.
* Sollten Beiratsmitglieder ausscheiden, rücken Personen mit dem nächstbesten Ergebnis nach.  


== Geschichte ==
== Geschichte ==
{{Lückenhafter Abschnitt}}
In den 1980er Jahren begann in Niedersachsen, wie auch in anderen Bundesländern, ein wachsendes Bewusstsein für die demografische Alterung der Gesellschaft. Mit der Zunahme der älteren Bevölkerung wuchs das Bedürfnis, deren Anliegen stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Seniorenbeiräte wurden zu dieser Zeit in den ersten Kommunen gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der die Interessen älterer Bürger gehört und vertreten werden konnten.
 
In den 1990er Jahren verankerte sich diese meist ehrenamtliche Arbeit in den kommunalen Strukturen.
 
Seit den 2000er Jahren ist die Rolle der Seniorenbeiräte weiter gestärkt worden. Der demografische Wandel rückte immer mehr in den Fokus der politischen Debatten. Die Themen Altersarmut, Pflege, Gesundheit und Mobilität gewannen an Bedeutung. Seniorenbeiräte haben seitdem eine zunehmend wichtige beratende Funktion in der Politik und Verwaltung, insbesondere in Bezug auf kommunale Entscheidungen, die ältere Menschen betreffen.
 
2023 kommt es zu einer Briefwahl zum Seniorenbeirat. Dabei werden 20.000 Senior*innen angeschrieben.<ref>[[Lüne-Blog]] (15.08.2023): [https://luene-blog.de/seniorenbeirat-briefwahl-zur-wahl-der-delegiertenversammlung/ Seniorenbeirat: Briefwahl zur Wahl der Delegiertenversammlung wird vorbereitet]</ref> Aufgrund von Fehlern beim Versenden der Wahlunterlagen musste die Wahl wiederholt werden. In diesem Zusammenhang wurde die zuvor kritisierte Wahlordnung überarbeitet.<ref>[[Lüne-Blog]] (29.09.2023): [https://luene-blog.de/lueneburg-wahl-zum-seniorenbeirat-wird-wiederholt/ Lüneburg: Wahl zum Seniorenbeirat wird wiederholt – Überarbeitung der Wahlordnung]</ref><ref>[[Landeszeitung]] (29.09.2023): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-die-wahl-des-seniorenbeirats-wird-wiederholt-OJ6Y2DMCDJAZ5FHVLJ4QALU7Q4.html Warum die Stadt Lüneburg die Reißleine zieht und die Wahl des Seniorenbeirats wiederholen will]</ref>
2023 kommt es zu einer Briefwahl zum Seniorenbeirat. Dabei werden 20.000 Senior*innen angeschrieben.<ref>[[Lüne-Blog]] (15.08.2023): [https://luene-blog.de/seniorenbeirat-briefwahl-zur-wahl-der-delegiertenversammlung/ Seniorenbeirat: Briefwahl zur Wahl der Delegiertenversammlung wird vorbereitet]</ref> Aufgrund von Fehlern beim Versenden der Wahlunterlagen musste die Wahl wiederholt werden. In diesem Zusammenhang wurde die zuvor kritisierte Wahlordnung überarbeitet.<ref>[[Lüne-Blog]] (29.09.2023): [https://luene-blog.de/lueneburg-wahl-zum-seniorenbeirat-wird-wiederholt/ Lüneburg: Wahl zum Seniorenbeirat wird wiederholt – Überarbeitung der Wahlordnung]</ref><ref>[[Landeszeitung]] (29.09.2023): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-die-wahl-des-seniorenbeirats-wird-wiederholt-OJ6Y2DMCDJAZ5FHVLJ4QALU7Q4.html Warum die Stadt Lüneburg die Reißleine zieht und die Wahl des Seniorenbeirats wiederholen will]</ref>


Im Februar 2025 führt der Seniorenbeirat eine Befragung der Lüneburger Bundestagskandidat*innen zu für sie relevanten Themen durch.<ref>[[Landeszeitung]] (15.02.2025): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-senioren-fragen-bundestagskandidaten-antworten-6ZLOJOWCZNEGHCMBJBH4SWDV5Y.html Lüneburg: Senioren fragen, Bundestagskandidaten antworten]</ref>
Im Februar 2025 führt der Seniorenbeirat eine Befragung der Lüneburger Bundestagskandidat*innen zu für sie relevanten Themen durch.<ref>[[Landeszeitung]] (15.02.2025): [https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-lk/lueneburg/lueneburg-senioren-fragen-bundestagskandidaten-antworten-6ZLOJOWCZNEGHCMBJBH4SWDV5Y.html Lüneburg: Senioren fragen, Bundestagskandidaten antworten]</ref>
===== Seniorenbeirat Lüneburg veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2026 =====
Der Beirat für Seniorinnen und Senioren der Hansestadt Lüneburg hat gemeinsam mit seinen Delegierten neun zentrale Fragen formuliert und die Kandidierenden um Stellungnahmen gebeten. Einige Beispiele:
* Wie werden Sie für sichere Rad- und Fußwege zwischen Innenstadt und Stadtteilen sorgen?
* Was werden Sie konkret in den nächsten 5 Jahren tun, um den hohen Bedarf an familien- und senior*innengerechten, bezahlbaren Wohnraum zu decken?
* Werden Sie unserem Vorschlag folgen und das ermäßigte Deutschland-Ticket für die zur Zeit rund 1.200 Grundsicherungsempfänger*innen 60+ (30 €/Monat) ermöglichen?
* Welches kommunale Konzept haben Sie, um der steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen zu begegnen? Welches kommunale Konzept haben Sie, um den großen Bedarf an Verhinderungs- und Kurzzeitpflegeplätzen zu decken?
Ziel der Initiative ist es, die Lebenslagen, Erfahrungen und Bedürfnisse älterer Menschen stärker in den kommunalpolitischen Blick zu rücken. „Seniorinnen und Senioren gestalten diese Stadt mit. Ihre Anliegen gehören deshalb sichtbar und verbindlich in die politischen Entscheidungen vor Ort“, erklärt der Seniorenbeirat.
Die Wahlprüfsteine greifen daher zentrale Themen einer altersfreundlichen Stadt auf – Lebensqualität, Gesundheit, Pflege, Wohnen, Mobilität und Teilhabe am öffentlichen Leben. Alle acht OB-Kandidierenden wurden eingeladen, ihre Positionen schriftlich darzulegen, sieben von ihnen antworteten. Von einem Kandidaten gab es trotz Nachfragen keine Rückmeldung. Die Ergebnisse zum Nachlesen sind auf der Internetseite des Seniorenbeirats veröffentlicht.  www.seniorenbeirat-lueneburg.de
Mit der Veröffentlichung möchte der Seniorenbeirat auch ermutigen, das Wahlrecht aktiv zu nutzen. Kommunalpolitik entscheidet über viele Fragen, die den Alltag älterer Menschen unmittelbar betreffen – von barrierearmer Mobilität über bezahlbares und passendes Wohnen bis hin zu sozialen Angeboten, Pflege und Mitwirkungsmöglichkeiten.
„Als Ü60+ stellen wir einen wachsenden und wichtigen Teil der Stadtgesellschaft. Wenn wir wählen gehen und unsere Stimme einbringen, zeigen wir: Wir wollen mitdenken, mitreden und mitgestalten“, so der Seniorenbeirat. Demokratie und Wahlrecht sind hohe Güter, die gerade auf kommunaler Ebene konkrete Wirkung entfalten.


== Weitere Seniorenbeiräte ==
== Weitere Seniorenbeiräte ==

Aktuelle Version vom 20. August 2026, 08:58 Uhr

Der Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg (SBR) ist ein alle fünf Jahre per Wahl neu besetztes Gremium zur Interessenvertretung der Senior*innen der Hansestadt Lüneburg. Er besteht seit 1978[1], ist ehrenamtlich, selbstständig und überparteilich. Der Seniorenbeirat setzt sich für die Belange älterer Menschen in der Stadtgesellschaft ein, berät bei Fragen, Wünschen oder Beschwerden. Er vertritt die Anliegen der Älteren in Planungen der Lüneburger Verwaltung und ist unter anderem in mehreren Gremien vertreten. Er ist in Kontakt mit den Fraktionen und Ratsmitgliedern, der Stadtspitze und kooperiert mit den Fachbereichen der Verwaltung. Darüber hinaus arbeitet der Seniorenbeirat mit anderen Akteuren der Seniorenarbeit zusammen und fördert die Begegnung zwischen Jung und Alt.

Gremien

Der Beirat ist beratendes Mitglied in den Ratsausschüssen:

  • Soziales, Gesundheit, Gleichstellung und Ehrenamt
  • Bauen und Stadtentwicklung
  • Mobilität / Fahrgastbeirat / Verkehrssicherheitskommission
  • Kultur und Partnerschaften
  • ISEK Integriertes Stadtentwicklungskonzept
  • Resiliente Innenstadt

Zusammensetzung

Der Beirat für Seniorinnen und Senioren in der Hansestadt Lüneburg besteht aus 5 Personen. Von 2004-2023 war Manfred Stark Vorsitzender des Beirats. Die weiteren beschließenden Mitglieder haben öfter gewechselt. Ab spätestens 2022 sind dies Elke Ermler, Manfred Faber, Klaus-Dieter Jansen und Wolfgang Peter Paul.[2] Nach der Neuwahl im März 2024 bestand der SBR aus Britta Stegmann, Dr. Claus Jahnke, Barbara Schmidt, Sibylle Bollgöhn und Ulrich Mädge. Persönliche Gründe führten Ende 2024 zu personellen Veränderungen. [1][3]

Seit Januar 2025 arbeiten Sibylle Bollgöhn (Vorsitzende), Barbara Schmidt (stellv. Vorsitzende), Petra Sarnes, Heyner Heyen und Ulrich Mädge im SBR. Anfang März 2026 übernahm Barbara Schmidt den Vorsitz, Sibylle Bollgöhn den stellvertretenden Vorsitz.

Wie wird der SBR gewählt?

  • Lüneburgerinnen und Lüneburger über 60 Jahre können sich als Delegierte für die Wahl des Seniorenbeirats zur Wahl stellen.
  • Alle über 60-jährigen wählen aus diesen Wahlvorschlägen per Briefwahl die Delegierten.
  • Die 60 Personen mit den meisten Stimmen  bilden die Delegiertenversammlung.
  • Aus diesem Kreis heraus stellen in der Delegiertenversammlung Personen für die Arbeit des Beirats zur Wahl. Die fünf Personen mit den meisten Stimmen bilden dann für die nächsten fünf Jahre den Beirat für Seniorinnen und Senioren.
  • Sollten Beiratsmitglieder ausscheiden, rücken Personen mit dem nächstbesten Ergebnis nach.

Geschichte

In den 1980er Jahren begann in Niedersachsen, wie auch in anderen Bundesländern, ein wachsendes Bewusstsein für die demografische Alterung der Gesellschaft. Mit der Zunahme der älteren Bevölkerung wuchs das Bedürfnis, deren Anliegen stärker in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. Seniorenbeiräte wurden zu dieser Zeit in den ersten Kommunen gegründet, um eine Plattform zu schaffen, auf der die Interessen älterer Bürger gehört und vertreten werden konnten.

In den 1990er Jahren verankerte sich diese meist ehrenamtliche Arbeit in den kommunalen Strukturen.

Seit den 2000er Jahren ist die Rolle der Seniorenbeiräte weiter gestärkt worden. Der demografische Wandel rückte immer mehr in den Fokus der politischen Debatten. Die Themen Altersarmut, Pflege, Gesundheit und Mobilität gewannen an Bedeutung. Seniorenbeiräte haben seitdem eine zunehmend wichtige beratende Funktion in der Politik und Verwaltung, insbesondere in Bezug auf kommunale Entscheidungen, die ältere Menschen betreffen.

2023 kommt es zu einer Briefwahl zum Seniorenbeirat. Dabei werden 20.000 Senior*innen angeschrieben.[4] Aufgrund von Fehlern beim Versenden der Wahlunterlagen musste die Wahl wiederholt werden. In diesem Zusammenhang wurde die zuvor kritisierte Wahlordnung überarbeitet.[5][6]

Im Februar 2025 führt der Seniorenbeirat eine Befragung der Lüneburger Bundestagskandidat*innen zu für sie relevanten Themen durch.[7]

Seniorenbeirat Lüneburg veröffentlicht Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2026

Der Beirat für Seniorinnen und Senioren der Hansestadt Lüneburg hat gemeinsam mit seinen Delegierten neun zentrale Fragen formuliert und die Kandidierenden um Stellungnahmen gebeten. Einige Beispiele:

  • Wie werden Sie für sichere Rad- und Fußwege zwischen Innenstadt und Stadtteilen sorgen?
  • Was werden Sie konkret in den nächsten 5 Jahren tun, um den hohen Bedarf an familien- und senior*innengerechten, bezahlbaren Wohnraum zu decken?
  • Werden Sie unserem Vorschlag folgen und das ermäßigte Deutschland-Ticket für die zur Zeit rund 1.200 Grundsicherungsempfänger*innen 60+ (30 €/Monat) ermöglichen?
  • Welches kommunale Konzept haben Sie, um der steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen zu begegnen? Welches kommunale Konzept haben Sie, um den großen Bedarf an Verhinderungs- und Kurzzeitpflegeplätzen zu decken?

Ziel der Initiative ist es, die Lebenslagen, Erfahrungen und Bedürfnisse älterer Menschen stärker in den kommunalpolitischen Blick zu rücken. „Seniorinnen und Senioren gestalten diese Stadt mit. Ihre Anliegen gehören deshalb sichtbar und verbindlich in die politischen Entscheidungen vor Ort“, erklärt der Seniorenbeirat.

Die Wahlprüfsteine greifen daher zentrale Themen einer altersfreundlichen Stadt auf – Lebensqualität, Gesundheit, Pflege, Wohnen, Mobilität und Teilhabe am öffentlichen Leben. Alle acht OB-Kandidierenden wurden eingeladen, ihre Positionen schriftlich darzulegen, sieben von ihnen antworteten. Von einem Kandidaten gab es trotz Nachfragen keine Rückmeldung. Die Ergebnisse zum Nachlesen sind auf der Internetseite des Seniorenbeirats veröffentlicht. www.seniorenbeirat-lueneburg.de

Mit der Veröffentlichung möchte der Seniorenbeirat auch ermutigen, das Wahlrecht aktiv zu nutzen. Kommunalpolitik entscheidet über viele Fragen, die den Alltag älterer Menschen unmittelbar betreffen – von barrierearmer Mobilität über bezahlbares und passendes Wohnen bis hin zu sozialen Angeboten, Pflege und Mitwirkungsmöglichkeiten.

„Als Ü60+ stellen wir einen wachsenden und wichtigen Teil der Stadtgesellschaft. Wenn wir wählen gehen und unsere Stimme einbringen, zeigen wir: Wir wollen mitdenken, mitreden und mitgestalten“, so der Seniorenbeirat. Demokratie und Wahlrecht sind hohe Güter, die gerade auf kommunaler Ebene konkrete Wirkung entfalten.

Weitere Seniorenbeiräte

Auch in der Samtgemeinde Bardowick gibt es einen Seniorenbeirat.[8]

Kontakt

  • Telefon: +49 4131 309-3589 (Anrufbeantworter)
  • E-Mail: seniorenbeirat@stadt.lueneburg.de
  • www.seniorenbeirat-lueneburg.de
  • Büro des Beirats: Am Markt 2, 21335 Lüneburg (2.Etage/Aufzug)
  • Nach Absprache vereinbart der Seniorenbeirat persönliche Gespräche

Weblinks

Einzelnachweise

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