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Nachhaltiger Urbaner Mobilitätsplan

From Lünepedia

Der Nachhaltige Urbane Mobilitätsplan (NUMP) ist ein Handlungsrahmen der Mobilitätsentwicklung, der durch die Hansestadt Lüneburg erarbeitet wird. Es erfolgt eine enge Abstimmung mit dem Landkreis Lüneburg, in dem ein Mobilitätsgutachten verfasst wird.

Die Auftaktveranstaltung zum NUMP-Prozess fand am 15.06.2023 statt. Der NUMP (englisch SUMP - Sustainable Urban Mobility Plan) ist ein auf Nachhaltigkeitsaspekte fokussierter Verkehrsentwicklungsplan, wie ihn auch die Europäische Union empfiehlt.[1] Der NUMP wird auch als Fortschreibung des Anfang der 1990er Jahre umgesetzten Verkehrsentwicklungsplans (VEP) gesehen.[2][3]

NUMP-Prozess[edit | edit source]

Am 20.12.2022 wurde durch den Verwaltungsausschuss der Hansestadt Lüneburg die Erstellung eines NUMP beauftragt.[4]
Am 15.06.2023 fand die Auftaktveranstaltung zum NUMP an der Leuphana Universität statt. Dazu eingeladen waren alle interessierten Bürger*innen.[5] Eine Videoaufzeichnung der Redebeiträge ist online zu finden.[6] Die Abschlussveranstaltung ist für Sommer/Herbst 2024 geplant.
Der Prozess der Erstellung des Mobilitätsplans wird durch einen NUMP-Beirat begleitet. Dieser setzt sich zusammen aus Vertreter*innen der Verwaltung, des beauftragten Unternehmens, der Politik sowie von Verbänden, Institutionen und sonstigen Akteur*innen.[4] Am 6. September 2023 war die Auftaktsitzung in der Leuphana Universität.[7] Im Juli und August 2023 gibt es thematische Touren (Barrierefreiheit, Radverkehr) durch das NUMP-Planungsbüro.[8][9][10][11]
Im Januar 2024 wurde ein Analysebericht der Planersocietät veröffentlicht.[12][13]

Inhalte[edit | edit source]

"Auf der Basis einer umfangreichen Bestandsanalyse werden zu Beginn der Erarbeitung des NUMP verschiedene Ziele festgelegt. Anschließend werden unter Berücksichtigung von Prognosen und Szenarien unterschiedliche Maßnahmen für alle Verkehrsträger und alle Bereiche der Mobilität diskutiert und daraus ein integriertes Handlungskonzept erstellt. Im Rahmen des NUMP werden sowohl die einzelnen Verkehrsarten (Zufußgehen, Radfahren, ÖPNV, Kfz-Verkehr, Wirtschaftsverkehr) als auch Querschnittsthemen der Mobilität wie Verkehrssicherheit, Verkehrs- und Mobilitätsmanagement, Umweltauswirkungen und neue Mobilitätsformen (Elektromobilität, On-Demand-Verkehre) behandelt. Der NUMP bleibt dabei auf der strategischen Ebene, die vollständige Konkretisierung von Maßnahmen geschieht erst in einer späteren Planungsphase."[14]

Die Erstellung des NUMP setzt sich aus verschiedenen inhaltlichen Arbeitspaketen zusammen, über die im Folgenden ein Überblick gegeben wird.

  • Grundlagenanalyse: Für die Hansestadt Lüneburg wurden bereits mehrere Konzepte im Verkehrsbereich erstellt, so die Radverkehrsstrategie 2025. In der Grundlagenanalyse werden diese bestehenden Konzepte sowie sämtliche aktuellen Planungen gesichtet und hinsichtlich ihrer Relevanz für den NUMP geprüft. So wird sichergestellt, dass der NUMP als zukünftiger Handlungsrahmen für die nachhaltige Mobilitätsentwicklung alle wesentlichen Aspekte aufgreift und keine Widersprüche entstehen.
  • Zustandsanalyse: In der Zustandsanalyse ergänzen Ortsbegehungen und Öffentlichkeitsbeteiligungen die Bestandsaufnahme und ermöglichen eine Bewertung des heutigen Verkehrsgeschehens in der Hansestadt Lüneburg. Daraus lassen sich Handlungserfordernisse für eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung ableiten.
  • Maßnahmen und Szenarien: Basierend auf den identifizierten Handlungserfordernissen werden auf Lüneburg zugeschnittene Maßnahmen und Szenarien entwickelt. Im Hinblick auf die Ziele des NUMP erfolgt eine Bewertung der Wirkung dieser Maßnahmen und Szenarien.
  • Handlungskonzept: Es wird ein Szenario ausgewählt und die dazugehörigen Maßnahmen konkretisiert. Eine abschließende Umsetzungsstrategie wird darlegen, wann und mit welchen Mitteln die Maßnahmen umzusetzen sind.[14]

Weblinks[edit | edit source]

Einzelnachweise[edit | edit source]

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