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St. Johannis

From Lünepedia

Hauptaltar St. Johanniskirche Lüneburg@20180314.jpg
St Johannis Lüneburg3.jpg
St. Johannis Lüneburg - Orgel.jpg
Clock and bells of St. Johannis, Lüneburg (DerHexer).jpg

Die St. Johanniskirche ist die älteste Kirche der Hansestadt Lüneburg. [1] Der Baubeginn fällt auf das Jahr 1289, die Kirche wurde daraufhin in mehreren Abschnitten jeweils stückweise fertiggestellt. [1] Der erste Bauabschnitt endet 1308 mit der Fertigstellung der drei gleich hohen Kirchenschiffe und des Kirchturms. [1] Neben der historischen und touristischen Bedeutung der Kirche, als gut erhaltenes Bauwerk norddeutscher Backsteingotik und Station auf der "Europäischen Route der Backsteingotik", verfügt die Kirche außerdem über ein historisch und klanglich wertvolles Geläut aus acht Glocken und einigen Kunstwerken, wie dem Schnitzaltar aus dem 15. Jahrhundert. [1] Die Kirche grenzt an den Platz "am Sande" im Zentrum der Stadt Lüneburg. [1]

Baugeschichte[edit | edit source]

Der erste Bauabschnitt der heutigen Kirche erfolgte zwischen 1289 und 1308, während dieser ersten Bauphase entstanden drei gleich hohe Kirchenschiffe und der Kirchturm.[1] Im Jahre 1333 kam es dann zu der Erweiterung der Sakristei zu einem Kapitelsaal für die Priester.[2] Heute wird dieser Bereich auch Elisabethkapelle genannt. [2] Zwischen 1365 und 1372 wurde das südliche Seitenschiff an den bereits bestehenden Bau angefügt. [2] Damals war dieser Teil der Kirche als selbstständige Kapelle konzipiert, dies änderte sich, als das nördliche Seitenschiff gebaut wurde. Beide Seitenschiffe haben selbstständige Dächer. [2]

Der Turm der Kirche erlag 1406 einem, durch einen Blitzschlag ausgelösten, Brand und wurde zwischen 1406 und 1408 neu errichtet. [1] Nord und Südgiebel wurden bei dem Wiederaufbau originalgetreu übernommen. [2] Das Besondere an dem neu errichteten Turm ist seine bis heute bestehende schiefe, denn er ist 2 Meter und 20 Zentimeter aus dem Lot. [1] Außerdem ist der Turm auch heute noch mit 108,7 Metern einer der höchsten Kirchtürme in Niedersachsen. [1]

Zwischen den Jahren 1457 und 1463 wurden die beiden abschließenden Seitenchöre errichtet. [2] Im selben Zeitraum wurden zwei Emporen gebaut, die südliche Empore war für den Rat der Stadt vorgesehen, weshalb sie auch als Ratslektor bezeichnet wird, die nördliche Empore war für die Junkergilde vorgesehen. [2] Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde der Ostteil des Turmes mit einer von einem Kreuz gekrönten gotischen Rose mit Hexagramm verziert. [2] 1553 wurde die große Orgel im Westwerk eingebaut und zwischen 1712 bis 1715 umgebaut. [2] Zwischen 1712 und 1715 fand neben dem Umbau der Orgel außerdem auch der Bau der Pedaltürme statt. [2] 1801 stürzte die Bekrönung des Turms zu Boden, was den Anbau einer Neuen zur Folge hatte. Um 1833 wird an dem Turm auf der Westseite eine Uhr angebracht, die bis heute zu sehen ist.[2]

Nach 1856 kam es zu mehreren Renovierungsarbeiten, 1856 und 1909 fanden gründliche Innenerneuerungen statt, für die Bestände der Kirche verkauft wurden. [2] 1960 bis 1964 kam es zur kompletten Renovierung der Kirche und zu der Bemalung, die bis heute besteht. [2] Zwischen 1970 und 1975 wurde der gesamte „Helm“ der Kirche neu gebaut, da dieser durch Holzwurmfraß beschädigt wurde. [2] Zwischen 1985 und 1993 wurde der Turmschaft umfassend renoviert und Gemeinderäume eingebaut. 2010 kam es zum Einbau der heutigen neuen Chororgel. [2]

Einzelnachweise[edit | edit source]