Hospizarbeit
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Hospizarbeit in Lüneburg
In Lüneburg gibt es verschiedene Akteure in der Hospizarbeit.
Erwähnt sei hier das Hospiz St. Marianus in Bardowick.
Der Ambulante Hospizdienst Lüneburg e.V. existiert bereits seit 1994 (damals noch als "Freundeskreis Hospiz e.V."). Heute hat der Verein ca. 500 Mitglieder, von denen 83 Mitglieder für uns als aktive Ehrenamtliche tätig sind. Damit sind wir in Niedersachsen einer der größten Hospizdienste. Darauf sind wir nach 30 Jahren Arbeit auch sehr stolz.
Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Mitgliederbeiträgen und Spenden. Alle Bereiche unserer Arbeit werden durch ehrenamtlichen Einsatz abgedeckt! Der Verein ist vernetzt durch die Mitgliedschaft im HPNV (Hospiz- und Palliativ-Verband Niedersachsen) e.V. mit Sitz in Celle und durch den DHPV (Deutscher Hospiz- und Palliativ-Verband) e.V. mit Sitz in Berlin.
Palliativstation
Ein ambulanter Hospizverein verfügt eigentlich nicht über stationäre Betten. Aber dieser Verein betreut ebenfalls die Patienten der Palliativstation im Lüneburger Klinikum. Das Städtische Klinikum Lüneburg bietet eine Palliativstation für Schwerstkranke an, die den besonderen Bedürfnissen von Patienten und Angehörigen gerecht wird. Die Einzelzimmer sind wohnlich eingerichtet und verfügen u.a. über barrierefreie Bäder. Angehörige haben die Möglichkeit im Patientenzimmer zu übernachten. Die Station liegt ebenerdig und mündet auf einer großen Terrasse, so dass man sich „im Grünen“ aufhalten kann. Mittlerweile verfügt die Station über 11 Betten. Die Palliativstation wurde mit Spendengeldern des Vereins ausgebaut. Darüber hinaus ermöglicht der Verein jedes Jahr die Ausbildung einer Schwester zur Palliativ-Care-Kraft und finanziert mit Spendengeldern die Musik- und Physiotherapie. Es werden klassische Konzerte von uns auf der Station organisiert und unsere Ehrenamtlichen sind mit täglichen Besuchen präsent.
Die Palliativstation versteht sich als Brückenstation. Sie ist kein Hospiz. Das heißt: Patienten werden nach Möglichkeit wieder in ihre häusliche Umgebung entlassen. Zu Hause können sie nahtlos von „ihrem“ ehrenamtlichen Begleiter betreut werden. Dem ambulanten Hospizdienst steht im Klinikum ein Büro zur Verfügung, von wo aus zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Claudia Arend und Sonja Hoth, diese Einsätze der ehrenamtlichen Mitarbeiter koordinieren und als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen.
Kinderhospizarbeit
Das Kinderhospiz Löwenherz e. V. hat im April 2022 einen neuen Ambulanten Stützpunkt in Lüneburg aufgebaut. Mit mittlerweile über 30 für die Kinderhospizarbeit qualifizierten Ehrenamtlichen sowie vier hauptamtlichen Kräften begleitet das Team Familien mit schwerstkranken Kindern und Jugendlichen in ihrem häuslichen Umfeld. Betroffene Familien erhalten kostenlos und niedrigschwellig i.d.R. einmal in der Woche Unterstützung durch eine ehrenamtliche Kraft. Sie kommen als "Zeitschenker" in die Familie und stehen diesen oft über mehrere Jahre als Vertraute und eine Art "professionelle Freunde" zur Seite. Sie begleiten und betreuen erkrankte Kinder, Geschwister und auf Wunsch auch schon mal die Eltern.
Zu dem hauptamtlichen Team gehören die Koordinationskräfte Silke Schippmann (auch Leitung), Mareike Rösike und Natalie Schwanke sowie die Verwaltungsfachkraft Florian Borns. Alle hauptamtlichen Mitarbeitenden sind in Teilzeit tätig.
Das besondere an der Kinder- und Jugendhospizarbeit ist, dass diese Hilfe den Familien bereits ab Diagnosestellung zusteht. Die Kinderhospizarbeit versteht sich von daher eher als "Lebensbegleitung".
Die stationäre Einrichtung in Syke gibt es bereits seit 1998. Sie verfügt über 12 Betten und die Familien können dort bis zu 28 Tage im Jahr die Entlastungspflege nutzen oder in Krisen in das Kinder- und Jugendhospiz kommen.
Das Kinderhospiz Löwenherz e. V. kooperiert mit insgesamt 25 Erwachsenenhospizdiensten in Niedersachsen, die ebenfalls für die Kinderhospizarbeit qualifizierte Haupt- und Ehrenamtliche einsetzen, um die betroffenen Familien im häuslichen Umfeld zu entlasten. Die kooperierenden Dienste im Raum Lüneburg sind in Lüchow-Dannenberg, Soltau (Die Lebensbrücke), Winsen, Buchholz, Stade und Tostedt.
