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	<title>Lünepedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11273</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Wenige Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StadtAlg BS III a 38 Kopie.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371 von Wilhelm Bierwisch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg. Celle, Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung, 1862, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser bestimmte [[Lüneburg]] als sein Herrschaftszentrum, woraufhin auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem war das in den Mauern der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige; unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg jedoch und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg]&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt - ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosem Aufschwung von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt sowie die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, woraufhin die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Es wird für möglich gehalten, dass es sich dabei allerdings bereits um den Turm der ursprünglichen Burg handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Nichtsdestotrotz musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] ging der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wurde zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg Siebenjährigen Krieg] wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Rekonstruktion der Lüneburg um 1371. Veröffentlichungsgenehmigung seitens des Lüneburger Stadtarchivs an Lukas Essig zur Nutzung auf Lünepedia ausgestellt.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-13T08:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Wenige Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg. Celle, Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung, 1862, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser bestimmte [[Lüneburg]] als sein Herrschaftszentrum, woraufhin auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem war das in den Mauern der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige; unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg jedoch und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg]&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt - ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosem Aufschwung von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt sowie die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, woraufhin die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Es wird für möglich gehalten, dass es sich dabei allerdings bereits um den Turm der ursprünglichen Burg handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Nichtsdestotrotz musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] ging der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wurde zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg Siebenjährigen Krieg] wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11139</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11139"/>
		<updated>2021-09-13T08:51:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, um so mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Darüber befindet sich ein Interface, welches wie folgt aussieht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der oberen rechten Ecke lassen sich drei Buttons auffinden, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsor:innen, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“, in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorlesen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kamera-Ansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts ist. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle erscheint dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit, sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; App selbst angeben, sind insgesamt sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden dreidimensionale digitale Abbilder von nicht mehr vorhandenen Stadttoren, Mauern, Häusern, Kirchen, Wällen und vielen andere Gebäuden am Computer erstellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |fullscreen=on&lt;br /&gt;
 |scrollzoom=off&lt;br /&gt;
 |height=300px&lt;br /&gt;
 |width=400px&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das &#039;&#039;Apple&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das &#039;&#039;Google&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei &#039;&#039;Apple&#039;&#039; muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem zu verwendenden Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im &#039;&#039;Google Play Store&#039;&#039; angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung (z. B. Google Maps) läuft, hat ein integriertes Gyroskop&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx| App macht Zeitsprung in Lüneburgs Vergangenheit möglich – Hansestadt fördert Projekt mit 9.000 Euro]; 15.04.2021; zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11121</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11121"/>
		<updated>2021-09-12T19:00:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Wenige Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg. Celle, Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung, 1862, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser bestimmte [[Lüneburg]] als sein Herrschaftszentrum, woraufhin auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Außerdem war das in den Mauern der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige; unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg jedoch und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg]&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt - ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosem Aufschwung von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;. Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt sowie die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, woraufhin die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Es wird für möglich gehalten, dass es sich dabei allerdings bereits um den Turm der ursprünglichen Burg handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Nichtsdestotrotz musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] ging der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wurde zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg Siebenjährigen Krieg] wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11120</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
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		<updated>2021-09-12T18:59:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, um so mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Darüber befindet sich ein Interface, welches wie folgt aussieht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der oberen rechten Ecke lassen sich drei Buttons auffinden, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsor:innen, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“, in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorlesen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kamera-Ansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts ist. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle erscheint dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit, sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; App selbst angeben, sind insgesamt sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden dreidimensionale digitale Abbilder von nicht mehr vorhandenen Stadttoren, Mauern, Häusern, Kirchen, Wällen und vielen andere Gebäuden am Computer erstellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das &#039;&#039;Apple&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das &#039;&#039;Google&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei &#039;&#039;Apple&#039;&#039; muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem zu verwendenden Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im &#039;&#039;Google Play Store&#039;&#039; angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung (z. B. Google Maps) läuft, hat ein integriertes Gyroskop&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Kettenstrafanstalt&amp;diff=11119</id>
		<title>Kettenstrafanstalt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Kettenstrafanstalt&amp;diff=11119"/>
		<updated>2021-09-12T18:57:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kettenstrafanstalt.jpg|mini|Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10/11&#039;&#039;]]&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot;&amp;gt;{{#display_map:Beim Benedikt 11, Lüneburg~|fullscreen=on|scrollzoom=off}}Standort der ehemaligen Kettenstrafanstalt&amp;lt;/div&amp;gt;Im Jahre 1837 wurde auf der ehemaligen Grenze der [[Hansestadt Lüneburg]] das Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet. Dieses erfüllte seitdem verschiedenste Funktionen: Intendiert als Kettenstrafanstalt entwickelte sich das Gebäude vom „Zuchthaus“ zu einem Heim für Kriegsgeflüchtete in den 1940er-Jahren und schließlich zur Jugendherberge und Hilfsorganisation für Wohnungslose. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde am Standort der ehemaligen Stadtmauer, welche Stadt und [[Kalkberg]] voneinander trennten, errichtet. Ältere Abbildungen zeigen noch den Graben und die sechs Türme sowie das Tor, welche mit dem Bau der [[Kalkbergfestung]] im 17. Jahrhundert verschwanden&amp;lt;ref name=„Zeitsprung_Lüneburg_App“&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: Kartenansicht (mehr Informationen zum Download auf der [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php| Zeitsprung Lüneburg Website]). o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Circa 200 Jahre später, zwischen 1837 und 1841, wurde das seit Langem bestehende Stockhaus, welches auch Karrenanstalt (Anstalt für Schwerverbrecher) genannt wurde, abgerissen. Am selben Standort wurde darauffolgend die Kettenstrafanstalt erbaut, deren Insassen im Zuge der Förderung des kostbaren Baustoffs Gips am [[Kalkberg]] gezwungen wurden, dort im Bruch zu arbeiten. Die Kanone, welche heutzutage noch dort zu sehen ist, ist eine von zweien, die beim Fluchtversuch von Häftlingen als Alarmsignal abgeschossen wurde. Neben der Arbeit am [[Kalkberg]] wurde auch in der benachbarten Kalkfabrik gearbeitet. Meistens geschah dies von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die einzige Ausnahme stellten Wetterverhältnisse wie Nebel dar, welche die Fluchtgefahr erhöhten. Unter diesen Umständen wurden andere Arbeiten wie Flechten innerhalb der Kettenstrafanstalt verrichtet&amp;lt;ref name=„Lust_auf_Lüneburg_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Pfeifer, Edith in Lust auf Lüneburg: [https://www.lustauflueneburg.de/kettenstrafanstalt/#gsc.tab=0| Kettenstrafanstalt]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde nur das Gebäude &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet, welches allerdings im Jahr 1877 um den Zellenflügel &#039;&#039;Beim Benedikt 11/11a&#039;&#039; erweitert wurde&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/25656-herberge-2/| Eine Herberge für viele Menschen]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für damalige Gefängnisverhältnisse galt dieses als fortschrittlich, da es bereits über Einzelzellen verfügte. Dennoch beschreibt die &#039;&#039;Norddeutsche Zeitung&#039;&#039;, damals ein Organ der Kommunistischen Partei, das Gefängnis im Jahr 1925 wie folgt: „Die Männer leben in &#039;Schachteln&#039; – 2,50 Meter lang, 1,50 Meter breit und 1,85 Meter hoch. Darin ein an der Wand befestigtes Bett, ein Klapptisch nebst Bank, ein Brett für einen Essnapf.“ Dies geschah, um auf einen „Genossen“ aufmerksam zu machen, welcher aufgrund von „Vorbereitung zum Hochverrat“ dort eingesperrt wurde&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann im Jahre 1878 die oberste Bergkuppe des [[Kalkberg|Kalkbergs]] vor weiterem Abbau geschützt und der gesamte Berg samt Gipsbruch 1932 zum Naturschutzgebiet und Naturdenkmal erklärt wurde, mussten die Häftlinge nach Celle gebracht werden&amp;lt;ref name=„Lüneburger_Heide_Kalkberg“&amp;gt; Lüneburger Heide GmbH: [https://www.lueneburger-heide.de/stadt/sehenswuerdigkeit/85/lueneburg-kalkberg.html#:~:text=Im%20Jahre%201878%20wurde%20die,Berg%20zum%20Naturschutzgebiet%20und%20Naturdenkmal.| Lüneburg: Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorläufer der &#039;&#039;Landeszeitung&#039;&#039;, den &#039;&#039;Lüneburgschen Anzeigen&#039;&#039;, schrieb Ulrich Werther im Juli 1931 unter dem Titel „Vom Zuchthaus zur Jugendherberge“ von der Einweihung des Hauses als „Großjugendherberge“. Die 130 Betten sollten dabei für jugendliche Reisende umfunktioniert werden. Werther sprach damals von einer symbolhaften Bedeutung für den „Wiederaufstieg [des] Vaterlandes“&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Dieser Wiederaufstieg endete letzten Endes in dem Terror des Zweiten Weltkriegs. Die Nationalsozialisten nutzten die Herberge als Lager für Zwangsarbeiter, damals auch „Ostarbeiter“ genannt, welche in sogenannten „kriegswichtigen Betrieben“ arbeiten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges im Mai 1945 wurde die Herberge als Heim für Geflüchtete genutzt. Zwischen 1949 und den 1970er-Jahren werden insgesamt 40 Familien mit Fluchthintergrund genannt, die dort wohnten. Erst der Bau von [[Kaltenmoor]] entspannte die Wohnungslage, welche die Geflüchteten veranlasste, die Herberge zu verlassen. 1958 wurde am [[Bockelsberg]] eine neue [[Jugendherberge]] errichtet&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
==== Unterkunft - Herberge Plus ====&lt;br /&gt;
Seit 1968 wird vom &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]]&#039;&#039; (damals: Herbergsverein Lüneburg e. V.) im ehemaligen Zellenflügel ein Obdachlosenheim mit dem Namen &#039;&#039;Unterkunft - Herberge Plus&#039;&#039; betrieben. Bis heute stellt das Gebäude ein anschauliches Beispiel eines Gefängnisbaus des 19. Jahrhunderts und ein wichtiges sozial-, bau- und stadtgeschichtliches Zeugnis dar. Einschließlich der Umfriedungsmauer wurde es daher unter Denkmalschutz gestellt&amp;lt;ref name=„Herberge_für_alle“&amp;gt; Eggeling, Carlo in Lebenraum Diakonie e. V.: [https://www.lebensraum-diakonie.de/zum-hintergrund.html| Neues Mauerwerk für Lüneburgs Herberge]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Neue Arbeit Lüneburg gGmbH ====&lt;br /&gt;
Des Weiteren hat die Tochtergesellschaft des &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]], [[Neue Arbeit Lüneburg gGmbH]]&#039;&#039;, ihren Sitz in dem Gebäude. Diese bietet verschiedene Projekte und Maßnahmen der Berufshilfe an. Dies inkludiert Beratung, Qualifikation und die Vorbereitung auf ein bevorstehendes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis&amp;lt;ref name=„Neue_Arbeit_Lüneburg“&amp;gt; Neue Arbeit Lüneburg gGmbH: [https://www.neue-arbeit-lueneburg.de/start-infos-und-kontakt.html| Willkommen bei der Neuen Arbeit!]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Kettenstrafanstalt&amp;diff=11118</id>
		<title>Kettenstrafanstalt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Kettenstrafanstalt&amp;diff=11118"/>
		<updated>2021-09-12T18:50:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kettenstrafanstalt.jpg|mini|Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10/11&#039;&#039;]]&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot;&amp;gt;{{#display_map:Beim Benedikt 11, Lüneburg~|fullscreen=on|scrollzoom=off}}Standort der ehemaligen Kettenstrafanstalt&amp;lt;/div&amp;gt;Im Jahre 1837 wurde auf der ehemaligen Grenze der [[Hansestadt Lüneburg]] das Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet. Dieses erfüllte seitdem verschiedenste Funktionen: Intendiert als Kettenstrafanstalt entwickelte sich das Gebäude vom „Zuchthaus“ zu einem Heim für Kriegsgeflüchtete in den 1940er-Jahren und schließlich zur Jugendherberge und Hilfsorganisation für Wohnungslose. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde am Standort der ehemaligen Stadtmauer, welche Stadt und [[Kalkberg]] voneinander trennten, errichtet. Ältere Abbildungen zeigen noch den Graben und die sechs Türme sowie das Tor, welche mit dem Bau der [[Kalkbergfestung]] im 17. Jahrhundert verschwanden.&amp;lt;ref name=„Zeitsprung_Lüneburg_App“&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: Kartenansicht (mehr Informationen zum Download auf der [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php| Zeitsprung Lüneburg Website]). o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Circa 200 Jahre später, zwischen 1837 und 1841, wurde das seit Langem bestehende Stockhaus, welches auch Karrenanstalt (Anstalt für Schwerverbrecher) genannt wurde, abgerissen. Am selben Standort wurde darauffolgend die Kettenstrafanstalt erbaut, deren Insassen im Zuge der Förderung des kostbaren Baustoffs Gips am [[Kalkberg]] gezwungen wurden, dort im Bruch zu arbeiten. Die Kanone, welche heutzutage noch dort zu sehen ist, ist eine von zweien, die beim Fluchtversuch von Häftlingen als Alarmsignal abgeschossen wurde. Neben der Arbeit am [[Kalkberg]] wurde auch in der benachbarten Kalkfabrik gearbeitet. Meistens geschah dies von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die einzige Ausnahme stellten Wetterverhältnisse wie Nebel dar, welche die Fluchtgefahr erhöhten. Unter diesen Umständen wurden andere Arbeiten wie Flechten innerhalb der Kettenstrafanstalt verrichtet.&amp;lt;ref name=„Lust_auf_Lüneburg_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Pfeifer, Edith in Lust auf Lüneburg: [https://www.lustauflueneburg.de/kettenstrafanstalt/#gsc.tab=0| Kettenstrafanstalt]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde nur das Gebäude &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet, welches allerdings im Jahr 1877 um den Zellenflügel &#039;&#039;Beim Benedikt 11/11a&#039;&#039; erweitert wurde.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/25656-herberge-2/| Eine Herberge für viele Menschen]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für damalige Gefängnisverhältnisse galt dieses als fortschrittlich, da es bereits über Einzelzellen verfügte. Dennoch beschreibt die &#039;&#039;Norddeutsche Zeitung&#039;&#039;, damals ein Organ der Kommunistischen Partei, das Gefängnis im Jahr 1925 wie folgt: „Die Männer leben in &#039;Schachteln&#039; – 2,50 Meter lang, 1,50 Meter breit und 1,85 Meter hoch. Darin ein an der Wand befestigtes Bett, ein Klapptisch nebst Bank, ein Brett für einen Essnapf.“ Dies geschah, um auf einen „Genossen“ aufmerksam zu machen, welcher aufgrund von „Vorbereitung zum Hochverrat“ dort eingesperrt wurde.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann im Jahre 1878 die oberste Bergkuppe des [[Kalkberg|Kalkbergs]] vor weiterem Abbau geschützt und der gesamte Berg samt Gipsbruch 1932 zum Naturschutzgebiet und Naturdenkmal erklärt wurde, mussten die Häftlinge nach Celle gebracht werden.&amp;lt;ref name=„Lüneburger_Heide_Kalkberg“&amp;gt; Lüneburger Heide GmbH: [https://www.lueneburger-heide.de/stadt/sehenswuerdigkeit/85/lueneburg-kalkberg.html#:~:text=Im%20Jahre%201878%20wurde%20die,Berg%20zum%20Naturschutzgebiet%20und%20Naturdenkmal.| Lüneburg: Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorläufer der &#039;&#039;Landeszeitung&#039;&#039;, den &#039;&#039;Lüneburgschen Anzeigen&#039;&#039;, schrieb Ulrich Werther im Juli 1931 unter dem Titel „Vom Zuchthaus zur Jugendherberge“ von der Einweihung des Hauses als „Großjugendherberge“. Die 130 Betten sollten dabei für jugendliche Reisende umfunktioniert werden. Werther sprach damals von einer symbolhaften Bedeutung für den „Wiederaufstieg [des] Vaterlandes“.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Wiederaufstieg endete letzten Endes in dem Terror des Zweiten Weltkriegs. Die Nationalsozialisten nutzten die Herberge als Lager für Zwangsarbeiter, damals auch „Ostarbeiter“ genannt, welche in sogenannten „kriegswichtigen Betrieben“ arbeiten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges im Mai 1945 wurde die Herberge als Heim für Geflüchtete genutzt. Zwischen 1949 und den 1970er-Jahren werden insgesamt 40 Familien mit Fluchthintergrund genannt, die dort wohnten. Erst der Bau von [[Kaltenmoor]] entspannte die Wohnungslage, welche die Geflüchteten veranlasste, die Herberge zu verlassen. 1958 wurde am [[Bockelsberg]] eine neue [[Jugendherberge]] errichtet.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
==== Unterkunft - Herberge Plus ====&lt;br /&gt;
Seit 1968 wird vom &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]]&#039;&#039; (damals: Herbergsverein Lüneburg e. V.) im ehemaligen Zellenflügel ein Obdachlosenheim mit dem Namen &#039;&#039;Unterkunft - Herberge Plus&#039;&#039; betrieben. Bis heute stellt das Gebäude ein anschauliches Beispiel eines Gefängnisbaus des 19. Jahrhunderts und ein wichtiges sozial-, bau- und stadtgeschichtliches Zeugnis dar. Einschließlich der Umfriedungsmauer wurde es daher unter Denkmalschutz gestellt.&amp;lt;ref name=„Herberge_für_alle“&amp;gt; Eggeling, Carlo in Lebenraum Diakonie e. V.: [https://www.lebensraum-diakonie.de/zum-hintergrund.html| Neues Mauerwerk für Lüneburgs Herberge]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Neue Arbeit Lüneburg gGmbH ====&lt;br /&gt;
Des Weiteren hat die Tochtergesellschaft des &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]], [[Neue Arbeit Lüneburg gGmbH]]&#039;&#039;, ihren Sitz in dem Gebäude. Diese bietet verschiedene Projekte und Maßnahmen der Berufshilfe an. Dies inkludiert Beratung, Qualifikation und die Vorbereitung auf ein bevorstehendes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.&amp;lt;ref name=„Neue_Arbeit_Lüneburg“&amp;gt; Neue Arbeit Lüneburg gGmbH: [https://www.neue-arbeit-lueneburg.de/start-infos-und-kontakt.html| Willkommen bei der Neuen Arbeit!]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11112</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11112"/>
		<updated>2021-09-12T18:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, um so mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Darüber befindet sich ein Interface, welches wie folgt aussieht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der oberen rechten Ecke lassen sich drei Buttons auffinden, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsor:innen, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“, in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorlesen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kamera-Ansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts ist. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle erscheint dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit, sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; App selbst angeben, sind insgesamt sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden dreidimensionale digitale Abbilder von nicht mehr vorhandenen Stadttoren, Mauern, Häusern, Kirchen, Wällen und vielen andere Gebäuden am Computer erstellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |fullscreen=on&lt;br /&gt;
 |scrollzoom=off&lt;br /&gt;
 |height=300px&lt;br /&gt;
 |width=400px&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das &#039;&#039;Apple&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das &#039;&#039;Google&#039;&#039;-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei &#039;&#039;Apple&#039;&#039; muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem zu verwendenden Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im &#039;&#039;Google Play Store&#039;&#039; angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung (z. B. Google Maps) läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Datei:Kalkbergfestung_Zeitsprung_L%C3%BCneburg.png&amp;diff=11038</id>
		<title>Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png</title>
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		<updated>2021-09-12T10:14:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kalkbergfestung Nachbildung aus Zeitsprung Lüneburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestätigung der Verwendung innerhalb des Wikis von Wolfgang Graemer (Entwickler und Designer der Grafik) erhalten.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11037</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-12T10:09:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Wenige Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg. Celle, Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung, 1862, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser bestimmte [[Lüneburg]] als sein Herrschaftszentrum, woraufhin auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das in den Mauern der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige; unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg jedoch und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt - ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosem Aufschwung von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt sowie die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, woraufhin die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Es wird für möglich gehalten, dass es sich dabei allerdings bereits um den Turm der ursprünglichen Burg handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Nichtsdestotrotz musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] ging der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wurde zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg Siebenjährigen Krieg] wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11036</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-12T10:03:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Wenige Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: &#039;&#039;Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg&#039;&#039;; 1862; S. 1; Celle; Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser bestimmte [[Lüneburg]] als sein Herrschaftszentrum, woraufhin auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das in den Mauern der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige; unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg jedoch und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt - ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosem Aufschwung von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt sowie die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, woraufhin die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Es wird für möglich gehalten, dass es sich dabei allerdings bereits um den Turm der ursprünglichen Burg handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Nichtsdestotrotz musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] ging der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wurde zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem [https://de.wikipedia.org/wiki/Siebenj%C3%A4hriger_Krieg Siebenjährigen Krieg] wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-11T16:45:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]; 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburg#Geschichte| Lüneburg]; 17.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Benediktinerabtei St. Michaelis auf dem Kalkberg wurde allerdings bereits im Jahre 880 von [https://de.wikipedia.org/wiki/Otto_I._%28Sachsen%29 Herzog Otto dem Erlauchten von Sachsen] gestiftet und von dem darauffolgenden Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] 967 erheblich ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Arnold von Weyhe-Eimke: &#039;&#039;Die Aebte des Klosters St. Michaelis zu Lüneburg&#039;&#039;; 1862; S. 1; Celle; Verlag der Schulze&#039;schen Buchhandlung.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser bestimmte [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]; 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=11016</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-11T16:15:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs zur Gipsförderung sorgte mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11014</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=11014"/>
		<updated>2021-09-11T16:02:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmented Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Dazu kommt ein Interface, welches die Bedienung ermöglicht. In der oberen rechten Ecke befinden sich drei Buttons, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsoren, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“ in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kameraansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts sein sollte. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle sollte dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes erscheinen. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App „Zeitsprung Lüneburg“ entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der „Zeitsprung Lüneburg“ App selbst angeben, sind sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden Stadttore, Mauern, Häuser, Kirchen, Wälle und viele andere Gebäude dreidimensional am Computer wiederhergestellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |fullscreen=on&lt;br /&gt;
 |scrollzoom=off&lt;br /&gt;
 |height=300px&lt;br /&gt;
 |width=400px&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das Apple-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das Google-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei Apple muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem zu verwendenden Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im Google Play Store angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung, wie z. B. Google Maps, läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt geöffnet am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10952</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10952"/>
		<updated>2021-09-11T10:19:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;] {{Externer Link Icon}}]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10951</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-11T10:18:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute|&#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10950</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-11T10:17:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 19.04.2015, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkberg 1610.jpg|mini|Ansicht des Kalkbergs um 1610 von Daniel Frese]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalkbergfestung Zeitsprung Lüneburg.png|mini|Rekonstruktion der Kalkbergfestung um 1650 von &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/49687-neue-fuehrung-laedt-ein-auf-den-lueneburger-kalkberg/| Neue Führung lädt ein auf den Lüneburger Kalkberg]; 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitsprung Lüneburg Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/frueher-heute| früher-heute, der Kalkberg Lüneburg heute und mit Festung um 1650]; o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kalkbergfestung Nachbildung aus Zeitsprung Lüneburg&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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&lt;div&gt;Kalkberg 1610&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europas befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T11:04:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Lüneburger Erbfolgekrieges] im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10851</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10851"/>
		<updated>2021-09-09T11:03:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der [https://de.wikipedia.org/wiki/Billunger Billunger] Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, [https://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Billung Hermann Billung] dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_(Sachsen) Magnus] im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an [https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_III._(HRR) Lothar von Süpplingenburg] und 1139 an den Welfen [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_Stolze Heinrich den Stolzen]. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_der_L%C3%B6we Heinrich den Löwen]. In einer Auseinandersetzung mit [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_I._(HRR) Friedrich Barbarossa] verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des [https://de.wikipedia.org/wiki/Herzogtum_Braunschweig-L%C3%BCneburg Herzogtums Braunschweig-Lüneburg].&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Dankwarderode Burg Dankwarderode] in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen [https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCneburger_Erbfolgekrieg Erbfolgekrieg]. [https://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Wilhelm II. von Lüneburg] verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog [https://de.wikipedia.org/wiki/Magnus_II._(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Magnus Torquatus] erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des [https://de.wikipedia.org/wiki/Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg 30-jährigen Krieges] versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den [https://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Wilhelm_(Braunschweig-L%C3%BCneburg) Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg] geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10850</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
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		<updated>2021-09-09T10:51:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Dazu kommt ein Interface, welches die Bedienung ermöglicht. In der oberen rechten Ecke befinden sich drei Buttons, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsoren, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“ in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kameraansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts sein sollte. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle sollte dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes erscheinen. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App „Zeitsprung Lüneburg“ entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der „Zeitsprung Lüneburg“ App selbst angeben, sind sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden Stadttore, Mauern, Häuser, Kirchen, Wälle und viele andere Gebäude dreidimensional am Computer wiederhergestellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |fullscreen=on&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das Apple-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das Google-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei Apple muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem zu verwendenden Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im Google Play Store angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung, wie z. B. Google Maps, läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt geöffnet am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10849</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10849"/>
		<updated>2021-09-09T10:50:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Dazu kommt ein Interface, welches die Bedienung ermöglicht. In der oberen rechten Ecke befinden sich drei Buttons, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsoren, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“ in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kameraansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts sein sollte. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle sollte dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes erscheinen. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner| &#039;&#039;Partner&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen unter https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse; zuletzt abgerufen am 05.09.2021. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App „Zeitsprung Lüneburg“ entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der „Zeitsprung Lüneburg“ App selbst angeben, sind sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt| &#039;&#039;Das Projekt&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 05.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden Stadttore, Mauern, Häuser, Kirchen, Wälle und viele andere Gebäude dreidimensional am Computer wiederhergestellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;]; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;; o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 |fullscreen=on&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das Apple-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das Google-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei Apple muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem verwendeten Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im Google Play Store angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung, wie z. B. Google Maps, läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt geöffnet am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10845</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T10:35:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Festung und Burg zu Lüneburg&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich den Löwen. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10844</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T10:31:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich den Löwen. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich der Kalkbergfestung um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Kettenstrafanstalt&amp;diff=10843</id>
		<title>Kettenstrafanstalt</title>
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		<updated>2021-09-09T10:30:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Kettenstrafanstalt.jpg|mini|Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10/11&#039;&#039;]]&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot;&amp;gt;{{#display_map:Beim Benedikt 11, Lüneburg~|fullscreen=on|scrollzoom=off}}Standort der ehemaligen Kettenstrafanstalt&amp;lt;/div&amp;gt;Im Jahre 1837 wurde auf der ehemaligen Grenze der [[Hansestadt Lüneburg]] das Gebäude am &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet. Dieses erfüllte seitdem verschiedenste Funktionen. Intendiert als Kettenstrafanstalt entwickelte sich das Gebäude vom „Zuchthaus“ zu einem Flüchtlingsheim für Kriegsflüchtlinge in den 1940er-Jahren und schließlich zur Jugendherberge und Hilfsorganisation für Wohnungslose. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebäude wurde am Standort der ehemaligen Stadtmauer, welche Stadt und [[Kalkberg]] voneinander trennten, errichtet. Ältere Abbildungen zeigen noch den Graben und die sechs Türme sowie das Tor, welche mit dem Bau der [[Kalkbergfestung]] im 17. Jahrhundert verschwanden.&amp;lt;ref name=„Zeitsprung_Lüneburg_App“&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: Kartenansicht (mehr Informationen zum Download auf der [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php| Zeitsprung Lüneburg Website]). o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Circa 200 Jahre später, zwischen 1837 und 1841, wurde das seit Langem bestehende Stockhaus, welches auch Karrenanstalt (Anstalt für Schwerverbrecher) genannt wurde, abgerissen und am selben Standort die Kettenstrafanstalt erbaut, deren Insassen im Zuge der Förderung des kostbaren Baustoffs Gips am [[Kalkberg]] gezwungen wurden, dort im Bruch zu arbeiten. Die Kanone, welche heutzutage noch dort zu sehen ist, ist eine von zwei, welche beim Fluchtversuch von Häftlingen zum Alarmschlagen abgeschossen wurde. Neben der Arbeit am [[Kalkberg]] wurde auch in der benachbarten Kalkfabrik gearbeitet. Meistens geschah dies von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Die einzige Ausnahme stellten Wetterverhältnisse wie Nebel dar, welche die Fluchtgefahr erhöhten. Unter diesen Umständen wurden andere Arbeiten, wie Flechten innerhalb der Kettenstrafanstalt verrichtet.&amp;lt;ref name=„Lust_auf_Lüneburg_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Pfeifer, Edith in Lust auf Lüneburg: [https://www.lustauflueneburg.de/kettenstrafanstalt/#gsc.tab=0| Kettenstrafanstalt]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde nur das Gebäude &#039;&#039;Beim Benedikt 10&#039;&#039; errichtet, welches allerdings im Jahr 1877 um den Zellenflügel &#039;&#039;Beim Benedikt 11/11a&#039;&#039; erweitert wurde.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt; Landeszeitung: [https://www.landeszeitung.de/lueneburg/25656-herberge-2/| Eine Herberge für viele Menschen]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für damalige Gefängnisverhältnisse galt dieses als fortschrittlich, da es bereits über Einzelzellen verfügte. Dennoch beschreibt die Norddeutsche Zeitung, damals ein Organ der Kommunistischen Partei, das Gefängnis im Jahr 1925 wie folgt: „Die Männer leben in „Schachteln“ – 2,50 Meter lang, 1,50 Meter breit und 1,85 Meter hoch. Darin ein an der Wand befestigtes Bett, ein Klapptisch nebst Bank, ein Brett für einen Essnapf.“ Dies geschah, um auf einen „Genossen“ aufmerksam zu machen, welcher aufgrund von „Vorbereitung zum Hochverrat“ dort eingesperrt wurde.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als dann im Jahre 1878 die oberste Bergkuppe des [[Kalkberg|Kalkbergs]] vor weiterem Abbau geschützt und der gesamte Berg samt Gipsbruch 1932 zum Naturschutzgebiet und Naturdenkmal erklärt wurde, mussten die Häftlinge nach Celle gebracht werden.&amp;lt;ref name=„Lüneburger_Heide_Kalkberg“&amp;gt; Lüneburger Heide GmbH: [https://www.lueneburger-heide.de/stadt/sehenswuerdigkeit/85/lueneburg-kalkberg.html#:~:text=Im%20Jahre%201878%20wurde%20die,Berg%20zum%20Naturschutzgebiet%20und%20Naturdenkmal.| Lüneburg: Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorläufer der Landeszeitung, den Lüneburgschen Anzeigen, schrieb Ulrich Werther im Juli 1931 unter dem Titel „Vom Zuchthaus zur Jugendherberge“ von der Einweihung des Hauses als „Großjugendherberge“. Die 130 Betten sollten dabei für jugendliche Reisende umfunktioniert werden. Werther sprach damals von einer symbolhaften Bedeutung für den „Wiederaufstieg [des] Vaterlandes“.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieser Wiederaufstieg endete letzten Endes in dem Terror des Zweiten Weltkriegs. Die Nationalsozialisten nutzten die Herberge als Lager für Zwangsarbeiter, damals auch „Ostarbeiter“ genannt, welche in sogenannten „kriegswichtigen Betrieben“ arbeiten mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Krieges im Mai 1945 wurde die Herberge als Flüchtlingsheim genutzt. Zwischen 1949 und den 1970er-Jahren werden insgesamt 40 Flüchtlingsfamilien genannt, die dort wohnten. Erst der Bau von [[Kaltenmoor]] entspannte die Wohnungslage, welche die Geflüchteten veranlasste, die Herberge zu verlassen. 1958 wurde am [[Bockelsberg]] eine neue [[Jugendherberge]] errichtet.&amp;lt;ref name=„Landeszeitung_Kettenstrafanstalt“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
==== Unterkunft - Herberge Plus ====&lt;br /&gt;
Seit 1968 wird vom &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]]&#039;&#039; (damals: Herbergsverein Lüneburg e. V.) im ehemaligen Zellenflügel ein Obdachlosenheim mit dem Namen &#039;&#039;Unterkunft - Herberge Plus&#039;&#039; betrieben. Bis heute stellt das Gebäude ein anschauliches Beispiel eines Gefängnisbaus des 19. Jahrhunderts und ein wichtiges sozial-, bau- und stadtgeschichtliches Zeugnis dar. Einschließlich der Umfriedungsmauer wurde es daher unter Denkmalschutz gestellt.&amp;lt;ref name=„Herberge_für_alle“&amp;gt; Eggeling, Carlo in Lebenraum Diakonie e. V.: [https://www.lebensraum-diakonie.de/zum-hintergrund.html| Neues Mauerwerk für Lüneburgs Herberge]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/br&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Neue Arbeit Lüneburg gGmbH ====&lt;br /&gt;
Des Weiteren hat die Tochtergesellschaft des &#039;&#039;[[Lebensraum Diakonie e. V.]], [[Neue Arbeit Lüneburg gGmbH]]&#039;&#039;, ihren Sitz in dem Gebäude. Diese bietet verschiedene Projekte und Maßnahmen der Berufshilfe an. Dies inkludiert Beratung, Qualifikation und die Vorbereitung auf ein bevorstehendes Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis.&amp;lt;ref name=„Neue_Arbeit_Lüneburg“&amp;gt; Neue Arbeit Lüneburg gGmbH: [https://www.neue-arbeit-lueneburg.de/start-infos-und-kontakt.html| Willkommen bei der Neuen Arbeit!]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10842</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10842"/>
		<updated>2021-09-09T10:28:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitsprung Website: Die Zeitsprung-Lüneburg-APP, o.D., zuletzt aufgerufen am 05.09.2021. https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Dazu kommt ein Interface, welches die Bedienung ermöglicht. In der oberen rechten Ecke befinden sich drei Buttons, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsoren, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“ in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kameraansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts sein sollte. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle sollte dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes erscheinen. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;.] o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: Die Zeitsprung-Lüneburg-APP, o.D., zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website : Partner, o.D., zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner &amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen bei https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse, zuletzt geöffnet am 05.09.2021 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App „Zeitsprung Lüneburg“ entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der „Zeitsprung Lüneburg“ App selbst angeben, sind sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: Das Projekt, o.D. zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden Stadttore, Mauern, Häuser, Kirchen, Wälle und viele andere Gebäude dreidimensional am Computer wiederhergestellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;.] o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das Apple-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das Google-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei Apple muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem verwendeten Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im Google Play Store angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung, wie z. B. Google Maps, läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt geöffnet am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10841</id>
		<title>Zeitsprung Lüneburg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Zeitsprung_L%C3%BCneburg&amp;diff=10841"/>
		<updated>2021-09-09T10:26:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zeitsprung Beispielbild2.jpg|mini|rechts|App &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; am Sande]]&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;Zeitsprung Website: Die Zeitsprung-Lüneburg-APP, o.D., zuletzt aufgerufen am 05.09.2021. https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Aufbau und Bedienung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Buttons neu.jpg|mini]]&lt;br /&gt;
Die App startet regulär in der Kamera-Ansicht. Dazu kommt ein Interface, welches die Bedienung ermöglicht. In der oberen rechten Ecke befinden sich drei Buttons, welche den Nutzer:innen erlauben zwischen verschiedenen Ansichten hin- und herzuwechseln. &lt;br /&gt;
Durch Bedienung des Buttons „Einführung“ (siehe Grafik rechts) öffnet sich eine detaillierte Erklärung über die Funktionen der App und wie diese anzuwenden sind. Außerdem beinhaltet die Ansicht eine Liste aller Sponsoren, den Copyrights und das Menü „Einstellungen“ in welchem Funktionen individuell angepasst werden können.&lt;br /&gt;
Hinter dem Button „Karte“ verbirgt sich eine Kartenansicht der Stadt Lüneburg mit fest-platzierten Wegpunkten, welche andeuten sollen, an welchem Standort ein Zeitsprung möglich ist.&lt;br /&gt;
Die Wegpunkte sind mit der [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]] gekennzeichnet. Beim Auswählen einer dieser Markierungen öffnet sich ein Fenster mit Titel und Infotext zu dem jeweiligen Standort und dessen historischen Hintergrund. Außerdem bietet ein „Play“-Button die Option, das Geschriebene laut vorzulesen.&lt;br /&gt;
Die wohl wichtigste Funktion bietet der „AR“-Button. Hierbei gelangt man in die Kameraansicht, welche durch Augmented Reality (AR) alle Standorte, gekennzeichnet durch die [[Stadtmarke|Lüneburger Stadtmarke]], an die korrekte Position projiziert. Das Smartphone oder Tablet muss dafür nur in die passende Richtung gedreht werden. Nähert man sich einem der Wegpunkte, erscheint ein transparentes Bild auf dem Bildschirm, welches identisch zu der Umgebung des ausgewählten Standorts sein sollte. Dieses Bild muss nach dem echten Erscheinungsbild ausgerichtet werden. Das Ausrichten kann über die „Plus“- und „Minus“-Tasten vereinfacht werden. Wurde das Bild ausgerichtet, kann über den Button „Manuelle Ausrichtung“ ein Zeitsprung durchgeführt werden. An derselben Stelle sollte dann ein dreidimensionales Modell eines historischen Gebäudes erscheinen. Mithilfe des Schiebereglers auf der rechten Seite kann die Epoche verändert werden. Manche Standorte bieten nicht nur einen Zeitsprung, sondern mehrere. Der Schieberegler bietet in der Kartenansicht dazu noch die Möglichkeit, Standorte nach Epoche zu filtern.&lt;br /&gt;
Die Entwickler haben u. a. zwei Rundgänge in die App integriert, welche den Nutzer:innen bei mangelnder Zeit sich alle 58 Standorte anzuschauen, eine ausgewählte Anzahl an Standorten vorgibt. Diese Rundgänge werden angezeigt, wenn der Schieberegler in die unterste Position gebracht wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &#039;&#039;Die Zeitsprung-Lüneburg-APP&#039;&#039;.] o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektidee und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die App &#039;&#039;Zeitsprung Lüneburg&#039;&#039; ermöglicht es ihren User:innen längst verschwundene Orte in [[Lüneburg]] durch die Unterstützung von Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) wiederherzustellen und etwas über deren Geschichte zu erfahren. An den gekennzeichneten Plätzen in der Stadt können mithilfe eines Smartphones oder Tablets über 50 Orte während verschiedener Epochen betrachtet werden. Zu jeder Epoche erscheint ein Bildausschnitt sowie eine Informationsbox. User:innen haben die Möglichkeit, einzelne Orte zu besuchen oder einen der zwei Rundgänge der App-Entwickler abzugehen, umso mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: Die Zeitsprung-Lüneburg-APP, o.D., zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/zeitsprung-app &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwickelt haben die App Wolfgang Graemer, Michael Dahl und Wolfgang Bütow.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website : Partner, o.D., zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/partner &amp;lt;/ref&amp;gt; Wolfgang Graemer ist für die Recherche, den Inhalt sowie die 3D-Konstruktion und Visualisierung der App zuständig. Michael Dahl verantwortet das App-Design sowie die Augmentet Reality (dt. erweiterte Realität) und Wolfgang Bütow kümmert sich um den Bereich Grafik-Design und Marketing. Zur Darstellung und Wiederherstellung der verschwundenen Orte nutzen die Entwickler vorhandenes historisches Material. Laut einem Interview mit der Lüneburger [[Landeszeitung]] arbeiten sie dabei unter anderem mit Stichen und Chroniken von [https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Albrecht_Gebhardi Ludwig Albrecht Gebhardi] (* 13. April 1735 in [[Lüneburg]]; † 26. Oktober 1802), welcher im 18. Jahrhundert als Historiker und Bibliothekar an der [[Ritterakademie]] in [[Lüneburg]] unterrichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Bericht der Lüneburger Landeszeitung vom 20.08.2019, Online aufzurufen bei https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/presse, zuletzt geöffnet am 05.09.2021 &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee für die App „Zeitsprung Lüneburg“ entstand aus dem Umstand heraus, dass viele Gebäude und Plätze in Lüneburg heute zerstört, verschwunden oder umgebaut sind. Das liegt unter anderem am [[Senkungsgebiet]] in der [[Altstadt]] von [[Lüneburg]] oder am Um- und Neubau in der Stadt. Wie die Entwickler der „Zeitsprung Lüneburg“ App selbst angeben, sind sieben Kirchen und Kapellen sowie Stadttore, Mauern und Wälle verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt; Zeitsprung Website: Das Projekt, o.D. zuletzt geöffnet am 05.09.2021, https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/das-projekt &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entwicklung der App fand in drei Phasen statt. In Phase eins wurde eine Karte von Lüneburg um 1700 erstellt. Dafür wurden Stadttore, Mauern, Häuser, Kirchen, Wälle und viele andere Gebäude dreidimensional am Computer wiederhergestellt. Anschließend nutzen die Entwickler in der ersten Phase Bildmaterialien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, um die Zeitsprung-Standorte noch detaillierter darstellen zu können. In Phase eins wurden auch neuere Epochen berücksichtigt und weitere Orte hinzugefügt, wie die [[MTV-Turnhalle]] oder das Badehaus im [[Kurpark]]. Mithilfe des &#039;&#039;X-Ray Röntgenmodus&#039;&#039; versuchten die Entwickler bereits in der ersten Phase zu ermöglichen, dass User:innen hinter Mauern oder unter die Erde sehen können, um beispielsweise verschüttete Orte darzustellen. Dazu zählen vor allem der [[Springingut-Turm]] und die alten Bergwerke der [[Saline]].&lt;br /&gt;
In Phase zwei ermöglichten es die Entwickler den User:innen verschiedene Epochen an einem Ort anzusehen und zeigten so die Entwicklung der Orte über die Jahrhunderte hinweg. Außerdem wurden weitere Orte aus der Zeit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert hinzugefügt. &lt;br /&gt;
In Phase drei folgten Orte aus den ersten 50 Jahren des 20. Jahrhunderts. Es wurden Stolperstein-Standorte in [[Lüneburg]] in die Liste von Orten mit aufgenommen. Die Entwickler ermöglichen es den User:innen an diesen Orten die Lebensgeschichten teils ehemaliger Lüneburger:innen zu erfahren. Dafür nutzen sie Geschichten, Berichte und Fotos von Überlebenden und Nachkommen dieser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste von Zeitsprung-Orten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg Standorte&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Website: [https://zeitsprung-lueneburg.de/index.php/app-standorte-april-2021|&#039;&#039;Standorte April 2021&#039;&#039;.] o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg&amp;quot;&amp;gt; Zeitsprung Lüneburg App: &#039;&#039;Kartenansicht&#039;&#039;. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;div class=&amp;quot;map&amp;quot; align=&amp;quot;left&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{#display_map: 53.247907, 10.416498~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.251200, 10.415965~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.252946, 10.414604~&#039;&#039;&#039;[[Synagoge]]&#039;&#039;&#039;; 53.253023, 10.412036~&#039;&#039;&#039;[[Am Schifferwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.253253, 10.412050~&#039;&#039;&#039;[[Aussenkaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252361, 10.411715~&#039;&#039;&#039;[[Viskulenhof 1]]&#039;&#039;&#039;; Im Wendischen Dorfe 27, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Kastanienwall]]&#039;&#039;&#039;; 53.251483, 10.412966~&#039;&#039;&#039;[[Stintbrücke Viskulenhof]]&#039;&#039;&#039;; 53.251265, 10.412693~&#039;&#039;&#039;[[Altes Kaufhaus]]&#039;&#039;&#039;; 53.251271, 10.413825~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; Bei der Lüner Mühle 3, 21335 Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Lüner Mühle am Werder]]&#039;&#039;&#039;; 53.250333, 10.412134~&#039;&#039;&#039;[[Abtsmühle]]&#039;&#039;&#039;; 53.247535, 10.413794~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]]&#039;&#039;&#039;; 53.248950, 10.411005~&#039;&#039;&#039;[[Heiligentaler Kloster]]&#039;&#039;&#039;; 53.247971, 10.411266~&#039;&#039;&#039;[[Von Stern]]&#039;&#039;&#039;; 53.248351, 10.409949~&#039;&#039;&#039;[[Glockenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.246804, 10.413088~&#039;&#039;&#039;[[Wasserturm]]&#039;&#039;&#039;; 53.246003, 10.414956~&#039;&#039;&#039;[[Roter Wall Papenmütze]]&#039;&#039;&#039;; 53.247491, 10.409116~&#039;&#039;&#039;[[Einhornapotheke]]&#039;&#039;&#039;; 53.247504, 10.408789~&#039;&#039;&#039;[[Hotel Deutsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.245304, 10.409612~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.244932, 10.409704~&#039;&#039;&#039;[[MTV Turnhalle]]&#039;&#039;&#039;; 53.250248, 10.408306~&#039;&#039;&#039;[[Stadtschloss]]&#039;&#039;&#039;; 53.251489, 10.409184~&#039;&#039;&#039;[[Witzendorfsche Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.252272, 10.409271~&#039;&#039;&#039;[[St. Nicolai 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.252580, 10.409318~&#039;&#039;&#039;[[Alter Schlachthof]]&#039;&#039;&#039;; 53.253362, 10.409836~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]]&#039;&#039;&#039;; 53.246220, 10.408256~&#039;&#039;&#039;[[Scharffsches Haus]]&#039;&#039;&#039;; 53.244208, 10.407557~&#039;&#039;&#039;[[Reeperbahn]]&#039;&#039;&#039;; 53.245520, 10.406847~&#039;&#039;&#039;[[Wallstraße Pumpgestänge]]&#039;&#039;&#039;; 53.246037, 10.406615~&#039;&#039;&#039;[[Ritterstraße]]&#039;&#039;&#039;; Rackerstraße, Lüneburg~&#039;&#039;&#039;[[Rackerstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.244118, 10.403973~&#039;&#039;&#039;[[Sülztor außen]]&#039;&#039;&#039;; 53.245120, 10.402609~&#039;&#039;&#039;[[St. Lamberti|St. Lamberti 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.247521, 10.403826~&#039;&#039;&#039;[[Vierorten erste Ampel]]&#039;&#039;&#039;; 53.247625, 10.403043~&#039;&#039;&#039;[[Auf der Rübekuhle]]&#039;&#039;&#039;; 53.248004, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Obere Schrangenstraße]]&#039;&#039;&#039;; 53.248624, 10.404889~&#039;&#039;&#039;[[Schaubühne Neue Sülze]]&#039;&#039;&#039;; 53.250283, 10.405824~&#039;&#039;&#039;[[Alte Post]]&#039;&#039;&#039;; 53.250127, 10.405229~&#039;&#039;&#039;[[Marienplatz]]&#039;&#039;&#039;; 53.252078, 10.405236~&#039;&#039;&#039;[[Goldschmiedezwinger]]&#039;&#039;&#039;; 53.252599, 10.406554~&#039;&#039;&#039;[[Graalwall Bastion]]&#039;&#039;&#039;; 53.243855, 10.401558~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 1]]&#039;&#039;&#039;; 53.244632, 10.400103~&#039;&#039;&#039;[[Saline|Saline 2]]&#039;&#039;&#039;; 53.248925, 10.401458~&#039;&#039;&#039;[[St. Michaelis|Michaelisschule]]&#039;&#039;&#039;; 53.247699, 10.399143~&#039;&#039;&#039;[[Kettenstrafanstalt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249461, 10.399468~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]]&#039;&#039;&#039;; 53.250802, 10.400858~&#039;&#039;&#039;[[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]]&#039;&#039;&#039;; 53.252321, 10.401861~&#039;&#039;&#039;[[Tor zur Unterwelt]]&#039;&#039;&#039;; 53.249539, 10.397221~&#039;&#039;&#039;[[Kalkbergfestung]]&#039;&#039;&#039;; 53.250612, 10.395776~&#039;&#039;&#039;[[Neues Tor]]&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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 }}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| [[Abtsmühle]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Bardowicker Tor]] || [[Kastanienwall]] || [[Rackerstraße]] || [[Schaubühne Neue Sülze]] || [[Synagoge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor]] || [[Einhornapotheke]] || [[Kettenstrafanstalt]] || [[Reeperbahn]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Springitgut Turm]] || [[Tor zur Unterwelt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Altenbrücker Tor innen]] || [[Glockenstraße]] || [[Lüner Mühle am Werder]] || [[Ritterstraße]] || [[Stadtschloss]] || [[Vierorten erste Ampel]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alte Post]] || [[Goldschmiedezwinger]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor]] || [[Roter Wall Papenmütze]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Stadttor Beim Benedikt]] || [[Viskulenhof 1]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Alter Schlachthof]] || [[Graalwall Bastion]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Lüner Tor innen]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Rotes Tor]] || [[Stintbrücke Viskulenhof]] || [[Wallstraße Pumpgestänge]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Altes Kaufhaus]] || [[Heiligentaler Kloster]] || [[MTV Turnhalle]] || [[Saline|Saline 1]] || [[St. Lamberti|St. Lamberti 1]] || [[Witzendorfsche Haus]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Am Schifferwall]] || [[Hotel Deutsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Neues Tor]] || [[Saline|Saline 2]] || [[St. Michaelis|Michaelisschule]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Aussenkaufhaus]] || [[Kalkbergfestung]] || [[Obere Schrangenstraße]] || [[Scharffsches Haus]] || [[Befestigung der Stadt Lüneburg|Sülztor außen]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Zum Verwenden der App ist ein Smartphone oder Tablet vonnöten, welches entweder das Apple-eigene Betriebssystem &#039;&#039;iOS&#039;&#039; oder das Google-eigene Betriebssystem &#039;&#039;Android&#039;&#039; geladen hat. Bei Apple muss mindestens &#039;&#039;iOS&#039;&#039; in der Version 10.0 vorhanden sein. &#039;&#039;Android&#039;&#039; muss mindestens in der Version 5.0 mit dem Namen „Lollipop“ auf dem verwendeten Gerät laufen. Allerdings wird die App bei mangelnder Kompatibilität auch nicht im Google Play Store angezeigt. Des Weiteren sollte das Gerät über eine integrierte Kamera verfügen und ein Gyroskop verbaut haben, damit der AR-Modus funktioniert. Jedes Gerät auf dem ein Online-Kartendienst mit Standorterkennung, wie z. B. Google Maps, läuft, hat ein integriertes Gyroskop.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitsprung Lüneburg App&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{#ev:youtube|https://www.youtube.com/watch?v=kATwOGMvHDY|300|right|Erklärvideo zur &#039;&#039;Zeitsprung&#039;&#039; App}}&lt;br /&gt;
Pressearchiv der Hansestadt Lüneburg vom 15.04.2021. Online aufzurufen über: https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Aktuelles-hansestadt-lueneburg/Pressearchiv-hansestadt-lueneburg/app-macht-zeitsprung-in-lueneburgs-vergangenheit-moeglich-hansestadt-foerdert-projekt-mit-9-000-euro.aspx, zuletzt geöffnet am 05.09.2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10840</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T10:10:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich den Löwen. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich der Kalkbergfestung um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Rest der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs von Lüneburg (Foto Eismann 2016).jpg|mini|Überreste der Befestigungsmauer im Nordwesten des Kalkbergs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10838</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10838"/>
		<updated>2021-09-09T10:00:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich den Löwen. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021, zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich der Kalkbergfestung um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D., zuletzt abgerufen am 09.09.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10834</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T09:53:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der [[Saline|Saline zu Lüneburg]] an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und [[Lüneburg]] zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus im Jahre 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich den Löwen. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg äußerst relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg 1639 in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10833</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T09:48:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
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[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut. Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Hochmittelalter =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
[[Datei:BurgDankwarderode2016.jpg|mini|Burg Dankwarderode in Braunschweig&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Burg Dankwarderode]. 04.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Neuzeit bis heute =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüneburg 2 Merian cropped.jpg|mini|Merian-Stich um 1654]]&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut.&lt;br /&gt;
Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Kalkberg im 16. Jahrhundert&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut.&lt;br /&gt;
Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.luenepedia.de/index.php?title=Burg_L%C3%BCneburg_und_Kalkbergfestung&amp;diff=10823</id>
		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-09T09:20:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = Burg Lüneburg&lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Ursprüngliche Größe&lt;br /&gt;
| a3 = ca. 25.000 qm&lt;br /&gt;
| p4 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a4 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Lüneburger Kalkberg|Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal von König Otto I. in einer Urkunde erwähnt in welcher er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen, Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte, in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Falk-Reimar Sänger: Der Bau der Festung auf dem Kalkberg zu Lüneburg. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen. Band 21, Nr. 1, 2001, S. 17–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus 1106 ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotzdessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut.&lt;br /&gt;
Damit verlor die Stadt ihre Selbstständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Sänger_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-07T16:06:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotz dessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut.&lt;br /&gt;
Damit verlor die Stadt ihre Selbständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des 30-jährigen Krieges versuchte Lüneburg unter großen Geldopfern Neutralität zu wahren. Trotz dessen musste die Stadt den Schweden nachgeben und wurde schließlich am 14. August 1636 vom schwedischen Marschall Banér zur Kapitulation gezwungen. Im Zuge dessen wurde der Kalkberg durch schwedische Truppen besetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik4.html| Chronik - Blütezeit]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung durch den Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg geht der Kalkberg in den Besitz der Landesherrschaft über und wird zur Festung ausgebaut.&lt;br /&gt;
Damit verlor die Stadt ihre Selbständigkeit und Vorrangstellung und wurde zur herzoglichen Landstadt, in welcher die Verfassung vom Herzog abhängig gemacht wurde. Nach dem siebenjährigen Krieg wurden 1766 alle Kalkbergbefestigungen beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik5.html| Chronik - Stillstand/Niedergang]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Das Abtragen des Kalkbergs und die daraus resultierende Gipsförderung sorgten mit der Zeit dafür, dass kaum Überreste der Festung übrig blieben.&lt;br /&gt;
Heutzutage sind nur noch vereinzelte Baureste der Befestigungsanlage sichtbar. Diese umfassen einen Brunnen und zwei kurze Abschnitte der Backsteinmauer.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<updated>2021-09-07T15:24:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LukasEssig</name></author>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Wiki_Burg_Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner_Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LukasEssig: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref class=„Lueneplaner Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref class=„Wiki Burg Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref class=„Wiki Burg Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref class=„Lueneplaner Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref name=„Lueneplaner Kalkberg“&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref name=„Wiki Burg Lüneburg“&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen.&amp;lt;ref name=„Wiki Burg Lüneburg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=„Lueneplaner Kalkberg“&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;Luene-Info: [https://www.luene-info.de/geschichte/chronik/chronik3.html| Chronik - Entwicklung der Stadt]. o. D.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Burg Lüneburg und Kalkbergfestung</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lüne-Burg.jpg|mini|Hypothetische Rekonstruktion der Burg Lüneburg um 1371]]&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
{{Infobox&lt;br /&gt;
| Titel = &lt;br /&gt;
| p1 = Standort&lt;br /&gt;
| a1 = Lüneburger Kalkberg&lt;br /&gt;
| p2 = Entstehungszeit&lt;br /&gt;
| a2 = Mitte 10. Jahrhundert&lt;br /&gt;
| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Überreste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| Bild = Lüneburg 2 Merian cropped.jpg | Merian-Stich um 1654&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Kalkberg und die Lüneburger Salzgewinnung wird die Burg 956 das erste Mal urkundlich von König Otto I. erwähnt, wobei er die Zolleinnahmen aus der Saline zu Lüneburg an das „zu Ehren des heiligen Michaels errichtete Kloster“ schenkt&amp;lt;ref&amp;gt;Monumenta Germaniae Historica D O1. S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt;. Allerdings gab es bereits im frühen Mittelalter eine Schutzburg, die wahrscheinlich zunächst als Zufluchtsstätte in Kriegszeiten diente.&amp;lt;ref&amp;gt;Lueneplaner: [https://lueneplaner.de/alle-kategorien/der-kalkberg/| Der Kalkberg]. o. D., zuletzt aufgerufen am 20.08.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Überlieferungen bezeugen, dass der damalige Herzog von Sachsen Hermann Billung dann im mittleren 10. Jahrhundert das Kloster St. Michaelis stiftete und Lüneburg zu seinem Herrschaftszentrum bestimmte in dessen Zuge auch eine neue, größere Burg errichtet wurde. Neben der Abwehr der Wenden diente diese Burg insbesondere dem Schutz der Salzgewinnungsanlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_L%C3%BCneburg| Burg Lüneburg]. 28.06.2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem war das im Schutz der Burg liegende Kloster ein Verwaltungsmittelpunkt der Billunger an deren nordöstlicher Reichsgrenze und eine Art Hauskloster, in dem mehrere Generationen der Billunger begraben worden sind. Herzöge und Könige nutzten die Kombination aus Burg und Erbbegräbnis, um sich dort eine Residenz aufzubauen, während sich zu ihrem Fuße eine bürgerliche Handwerkssiedlung entwickeln konnte.&lt;br /&gt;
Nach dem Tod des letzten Billungers Magnus ging die Lüneburg, so wie viele andere Städte im Herzogtum Sachsen 1106 zunächst an Lothar von Süpplingenburg und 1139 an den Welfen Heinrich den Stolzen. Trotz der Machtwechsel wurden die Äbte des Klosters zunehmend mächtiger und berieten Herzöge und deutsche Könige unter anderem den mächtigen Welfen und Sachsenherzog Heinrich der Löwe. In einer Auseinandersetzung mit Friedrich Barbarossa verlor dieser die Burg allerdings und erlangte sie erst nach dem Tod seines Kontrahenten wieder zurück.&lt;br /&gt;
Bis 1269 blieb Lüneburg zusammen mit Braunschweig Herrschaftsmittelpunkt des Herzogtums Braunschweig-Lüneburg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrstentum_L%C3%BCneburg| Fürstentum Lüneburg]. 17.07.2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Verbindungen zwischen den beiden Städten lassen sich im Aufbau der ehemaligen Burg wiederfinden: Größe und Ausmaße gleichen sehr der Burg Dankwarderode in Braunschweig, die sich über eine Gesamtfläche von ca. 25.000 qm erstreckt. Ein Ausmaß, welches aus heutiger Sicht unvorstellbar ist, da die aktuelle Fläche des Kalkbergplateaus nur noch ca. 560 qm beträgt.&lt;br /&gt;
Nach ca. 300 Jahren scheinbar endlosen Aufschwungs von Kloster und Burg geriet Lüneburg in einen Erbfolgekrieg. Wilhelm II. von Lüneburg verstarb 1369 ohne männlichen Erben, wodurch der Braunschweiger Herzog Magnus Torquatus erbberechtigt gewesen wäre. Doch die Lüneburger lehnten sich gegen dessen Herrschaft auf und stürmten im Februar 1371 mittels einer listenreichen Aktion die herzogliche Burg. Infolgedessen wurde diese zerstört und geschliffen. Am 21. Oktober 1371 versuchte der Herzog sich gegen die Lüneburger Bürger zu behaupten und die Stadt und die zerstörte Burg zurückzuerobern. Doch der Angriff konnte in der für Lüneburg sehr relevanten St. Ursula-Nacht zurückgeschlagen werden, infolgedessen die Stadt das unabhängige Stadtrecht bekam. 1376 wurde das mitbetroffene St. Michaelis Kloster abgetragen und innerhalb der Stadtbefestigung neu aufgebaut.&lt;br /&gt;
1393 ging der Kalkberg in den Besitz der Stadt Lüneburg über. Nach der Zerstörung der Burg konnte der Berg seine wichtige Funktion allerdings beibehalten. Auf ihm wurde ein Turm errichtet, welcher seinen Teil zur städtischen Befestigungsanlage beitrug. Allerdings wird es für möglich gehalten, dass es sich um den Turm der ursprünglichen Burg handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildnachweise ==&lt;br /&gt;
Hansestadt Lüneburg: [https://www.hansestadtlueneburg.de/portaldata/1/Resources/iload/534290831760COA_big.jpg| Die Herrschaft der Herzöge] in [https://www.hansestadtlueneburg.de/Home-Hansestadt-Lueneburg/Stadt-und-Politik/Geschichte/Stadtgeschichte.aspx| Stadtgeschichte]. o. D., zuletzt abgerufen am 20.08.2021.&lt;/div&gt;</summary>
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}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befanden sich auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]] das Benediktinerkloster St. Michaelis und eine Burg, welche zum Herrschaftsgebiet der Billunger Herzöge gehörte. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
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== Geschichte ==&lt;/div&gt;</summary>
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Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befand sich eine Burg auf dem [[Kalkberg|Lüneburger Kalkberg]]. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
Im Hochmittelalter des christlich-lateinischen Europa befand sich eine Burg auf dem [[Lüneburger Kalkberg]]. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und an ihrer statt wurde im 17. Jahrhundert am selben Standort eine Festung errichtet. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
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| p1 = Standort&lt;br /&gt;
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| p3 = Erhaltungszustand&lt;br /&gt;
| a3 = Geringe Reste der neuzeitlichen Festung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der Lüneburger Kalkberg war einst das Fundament für den wahrscheinlichen Namensgeber der Hansestadt Lüneburg. Historische Überlieferungen aus dem 10. Jahrhundert erwähnen bereits die heutzutage abgegangene Höhenburg im nordöstlichen Niedersachsen. Die Burg wurde im Zuge des Lüneburger Erbfolgekrieges im Jahre 1371 zerstört und im 17. Jahrhundert durch die Kalkbergfestung ersetzt. Bis heute sind nur wenige Teile der Befestigungsanlage erhalten, da die Festung im 19. Jahrhundert abgetragen wurde und der Kalkberg dem Gipsabbau zu Opfer fiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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